„Es ist vollbracht. Heute ist ein historisches Datum für die Gemeinde Sipplingen„, sagte Bürgermeister Oliver Gortat anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme des Hafenmeistergebäudes, das laut dem Rathauschef ein „unübersehbares Zeichen für die große Bedeutung des Hafens für die Gemeinde Sipplingen ist“. Gleichzeitig wurde das neue Ausbildungsboot an die Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) übergeben. Um beides zu feiern, hatte die Gemeinde im Hafen West einen Frühschoppen ausgerichtet.

Gesamtkosten liegen bei rund 1,3 Millionen Euro

Neben Oliver Gortat war auch dessen Amtsvorgänger Anselm Neher bei der Feier. Unter dessen Regie war der Bau des Hauses vor fünf Jahren in Auftrag gegeben worden. Zur finanziellen Entwicklung des Projekts sagte Gortat, die „tatsächlichen Kosten“ von 950 000 Euro seien keine drastische Seigerung gegenüber der ursprünglichen Schätzung von 750 000 Euro. Zuzüglich der 90 000 Euro für den Carport und der 238 000 Euro für die Außenanlagen inklusive Baunebenkosten komme man auf rund 1,3 Millionen Euro.

Sie freuen sich über die offizielle Inbetriebnahme des Hafenmeistergebäudes West (von links): Bauleiter Thomas Seiberle, Architektin Christina Jeschke, DLRG-Vorsitzender Karl-Heinz Rimmele, Yachtclub-Vorsitzender Bernd Heinle, Ex-Bürgermeister Anselm Neher und Bürgermeister Oliver Gortat.
Sie freuen sich über die offizielle Inbetriebnahme des Hafenmeistergebäudes West (von links): Bauleiter Thomas Seiberle, Architektin Christina Jeschke, DLRG-Vorsitzender Karl-Heinz Rimmele, Yachtclub-Vorsitzender Bernd Heinle, Ex-Bürgermeister Anselm Neher und Bürgermeister Oliver Gortat. | Bild: Kleinstück, Holger

Bürgermeister erinnert an emotionale Vorgeschichte

Gortat betonte, mit dem Gebäude habe man eine Einrichtung geschaffen, die für viele Jahre ihren Zweck erfüllen werde. Es handele sich um eine langfristige Investition, die weit in die Zukunft reichen werde, „sodass sie auch zukünftigen Generationen gute Dienste leisten wird“. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass die Vorgeschichte des Gebäudes lang und emotional gewesen sei. Bereits vor einem Jahr habe man es in Betrieb nehmen wollen, dies sei aber durch eingetretenes Wasser auf dem Boden im südlichen Gebäudeteil verhindert worden.

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Ex-Bürgermeister Anselm Neher: „Es ist eine Freude, heute hier zu stehen“

Anselm Neher gab zu bedenken, dass es seinerzeit sehr viel Mut und Motivation bedurft habe, das „sehr anspruchsvolle Ziel“ zu erreichen. „Es ist eine Freude, heute hier zu stehen“, unterstrich er und bezeichnete das Gebäude als „Highlight“. Der Hafen habe eine sehr zentrale Funktion für die Gemeinde, die von vielen anderen Kommunen um ihren Uferbereich beneidet werde.

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Architektin erläutert Vorgehensweise bei der Planung

Architektin Christina Jeschke von der „Jeschke Architektur und Planung GmbH“ sagte, man hätte das Gebäude durchaus größer bauen können, habe die Ausmaße aber auf ein vernünftiges Maß reduziert. Einerseits sollte man nicht zu bescheiden sein, andererseits müsse solch ein Gebäude „stark genug aussehen, sodass es zu einem Ort wie Sipplingen passt“, sagte sie und fügte hinzu: „Von der Gestaltung her haben wir große Freude daran.“ Dieser Meinung schloss sich auch Bernd Heinle, Vorsitzender des Yachtclubs Sipplingen, an: „Es ist ein schönes Gebäude, das den Eingang von Sipplingen ziert.“

Gemeinsam mit Diakon Roland Kuhn und ihren Vorsitzenden Karl-Heinz Rimmele (links) und Willi Schirmeister freut sich die Jugend der DLRG-Ortsgruppe Sipplingen über ihr neues Ausbildungsboot.
Gemeinsam mit Diakon Roland Kuhn und ihren Vorsitzenden Karl-Heinz Rimmele (links) und Willi Schirmeister freut sich die Jugend der DLRG-Ortsgruppe Sipplingen über ihr neues Ausbildungsboot. | Bild: Kleinstück, Holger

Neues Ausbildungsboot soll auch bei der Absicherung von Veranstaltungen eingesetzt werden

Diakon Roland Kuhn weihte das Gebäude ebenso wie das neue Ausbildungsboot „Sealife“ der Ortsgruppe der DLRG. Dabei handelt es sich um ein „Top Line 600“-Modell, das sechs Meter lang und 2,40 Meter breit ist, 150 PS hat und für zwölf Personen zugelassen ist. Es soll nicht nur für die Ausbildung der Jugend, sondern auch für den Erwerb des Bodensee-Schifferpatents verwendet werden, erklärte der Vorsitzende Karl-Heinz Rimmele: „Außerdem soll es zur Unterstützung für Aktivitäten, zum Beispiel zur Absicherung von Veranstaltungen eingesetzt werden.“

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Er freue sich insbesondere über den Eingang der vielen Spenden, sagte Rimmele an Judith Kammerer gewandt, deren Familie für das Boot einen großen finanziellen Beitrag geleistet hat. Kammerer übernahm auch die Taufe des Boots.

Judith Kammerer durfte das neue Ausbildungsboot der DLRG-Orstgruppe Sipplingen unter den Augen des Vorsitzenden Karl-Heinz Rimmele taufen.
Judith Kammerer durfte das neue Ausbildungsboot der DLRG-Orstgruppe Sipplingen unter den Augen des Vorsitzenden Karl-Heinz Rimmele taufen. | Bild: Kleinstück, Holger