Der Grunderwerb, die Überplanung und die Erschließung des Baugebietes Hohfelser stellt den Schwerpunkt im Investitionsprogramm der kommenden Jahre in Sipplingen dar. Das teilte Kämmerer Ewald Geßler im Gemeinderat mit, als die mittelfristige Finanzplanung bis zum Jahr 2021 behandelt wurde. Mit einem drastischen Anstieg der Schulden müsse daher gerechnet werden. Das 2,8 Hektar große Gewann Hohfelser ist gegenwärtig das einzig ausgewiesene Bauerwartungsland.

Schon seit rund drei Jahrzehnten ist hier eine Wohnbaufläche vorgesehen. In den zurückliegenden Jahren waren bei der Gemeinde regelmäßig Anfragen über eine mögliche Erschließung und Bebaubarkeit des Baugebiets oder einzelner Grundstücke eingegangen. Der Gemeinderat hatte sich daher schon mehrfach damit beschäftigt. Das Gewann beinhaltet 40 Grundstücke, die 70 Eigentümern gehören. Die Gemeinde hat aktuell daran noch kein Eigentum, möchte aber alles erwerben, um die Erschließung vornehmen zu können. Das Vorhaben soll nach Darstellung von Geßler bis 2021 abgeschlossen sein, „das heißt, die Grundstücke wieder veräußert sind“. Weitere Finanzposten sind die Rathaussanierung und die Kirchturmsanierung. Erheblicher Investitionsbedarf ist laut Geßler im Bereich Abwasser und Straßenbau zu erwarten. „Daneben sind die Sanierung von Gebäuden aus dem Nachlass Seiberle, Maßnahmen zur Verbesserung der Breitbandinfrastruktur und eine Planungsrate für die Turn- und Festhalle eingestellt.“

So wird die Pro-Kopf-Verschuldung zum Ende des Jahres von derzeit 157 Euro auf 722 Euro steigen. Bis zum Ende des Finanzplanungszeitraums erwartet der Kämmerer 887 Euro Schulden. Zwischendurch rechnet er wegen der Zwischenfinanzierung für "Hohfelser" mit über 4300 Euro Schulden pro Bürger.