Für ihr überdurchschnittliches Engagement wurden beim zweiten Bürgertag vier Bürgerinnen und Bürger aus Sipplingen ausgezeichnet. Es handelt sich um Kurt Zimmermann (Sport), Anneliese Regenscheit und Anneliese Schweinbenz (Soziales Engagement) sowie Willi Schirmeister (Sonstiges Engagement), die drei Laudatoren würdigten. Im Rahmen des vom Süßenmühler Bläserquintett umrahmten Bürgertags in der Turn- und Festhalle wurden auch Blutspender geehrt.

Ehrenamtliches Engagement in allen Bereichen

Gortat sagte, dass sich die Gemeinde Sipplingen durch ehrenamtliches Engagement in nahezu allen Lebensbereichen auszeichne. „Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger leisten Vorbildliches und Bewundernswertes – dies zu würdigen, anzuerkennen und auch öffentlich als Gemeindegesellschaft zu sehen, das ist Ziel dieses Abends“, so der Rathauschef. Eine Gemeinde, die wirklich Heimat sein wolle für alle Menschen, die in ihr lebten, müsse bereit sein für Toleranz und Offenheit.

Sie brauche Menschen, „die eine Gesellschaft human gestalten, die sich einsetzen für das Gemeinwohl, für die nicht der persönliche Vorteil im Vordergrund steht“. In Sipplingen lebten Menschen, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten dem Gemeinwesen wertvolle Impulse gegeben, sich aktiv eingebracht und die mit Fantasie und Einsatzfreude dafür gesorgt hätten, dass die Lebensqualität in der Gemeinde wachse. Beim Bürgertag solle diesen Menschen etwas zurückgegeben werden.

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Gortat: „Ihr Engagement ist ein geradezu notwendiger Bestandteil unseres Zusammenlebens. Ohne diese Aktivitäten wären wir in vielerlei Hinsicht ärmer, ohne Ihren Einsatz würde die Lebensqualität in unserer Gemeinde leiden und ohne dieses selbstverständliche Miteinander müssten wir auf Vieles verzichten.“ Die Blutspender ansprechend sagte er, diese bewiesen, dass ihnen das Schicksal ihrer Mitmenschen nicht gleichgültig sei.

Bürgermeister Oliver Gorat sagt, die Ehrungen sollten zeigen, dass das Engagement nicht als Selbstverständlichkeit angesehen werden dürfe.
Bürgermeister Oliver Gorat sagt, die Ehrungen sollten zeigen, dass das Engagement nicht als Selbstverständlichkeit angesehen werden dürfe. | Bild: Kleinstück, Holger

„Sie tragen mit dazu bei, Leben zu retten und Krankheiten zu lindern.“ Täglich würden Blutkonserven benötigt, denn täglich müsse auf diese Weise Unfallopfern geholfen und es müssten Schwerstkranke damit versorgt werden. DRK-Ortsvorsitzender Kurt Binder wies darauf hin, dass bei Medikamentenengpässen Ersatzpräparate zur Verfügung stünden. „Das ist bei Blut aber nicht der Fall.“ Die Blutspender leisteten gelebte Nächstenliebe, sie hülfen Schwerverletzten und Kranken. Binder: „Jeden von uns kann das treffen.“

Blutspenderehrungen, vorne von links: Joachim Widenhorn, Gabi Schirmeister und Manuela Zaucker, Mitte von links: Holger Kuhn, Rene Schirmeister, Armin Märte, Marion Freund und Jörg Schulz; hinten von links: Bürgermeister Oliver Gortat, Kurt Binder (Vorsitzender DRK Sipplingen), Christine Thiel und Bernd Giesser (DRK-Bereitschaftsleitung).
Blutspenderehrungen, vorne von links: Joachim Widenhorn, Gabi Schirmeister und Manuela Zaucker, Mitte von links: Holger Kuhn, Rene Schirmeister, Armin Märte, Marion Freund und Jörg Schulz; hinten von links: Bürgermeister Oliver Gortat, Kurt Binder (Vorsitzender DRK Sipplingen), Christine Thiel und Bernd Giesser (DRK-Bereitschaftsleitung). | Bild: Kleinstück, Holger

Dass Kurt Zimmermann über Jahrzehnte sich für den TSV Sipplingen eingesetzt habe, darauf machte Laudator Gebhard Kern aufmerksam. Im Jahre 1950 schnürte Zimmermann erstmals seine Fußballschuhe; nach seiner aktiven Zeit war er Jugendtrainer, gründete 1976 eine Damenmannschaft, bildete Torhüter über einen Zeitraum von 20 Jahren aus. Seit 2000 bis heute ist er Platzwart; außerdem war er lange Zeit aktives Hänsele in der Fastnachtgesellschaft.

Unentbehrliche Helfer im Pflegeheim Silberdistel

Nach Worten von Charlotte Schirmeister sind Anneliese Schweinbenz und Anneliese Regenscheit unentbehrliche Helfer und Freunde des Pflegeheims Silberdistel und seiner Bewohner geworden. Schon seit dem Bestehen des Hauses in den 1970er-Jahren kommt Anneliese Regenscheit in die Silberdistel, erfüllt seitdem Wünsche der Bewohner und schmückte jahrelang für Gottesdienste die Altäre. Anneliese Schweinbenz wiederum begleitet Ausflugsgruppen, hilft bei Festen und begleitet Bewohner zum Arzt. Die beiden seien die Seele des Pflegeheims und trügen wesentlich zu einer persönlichen und familiären Atmosphäre bei, so die Laudatorin.

Über ein halbes Jahrhundert bei der DLRG dabei

Willi Schirmeister wiederum engagiert sich nach Worten von Karl-Heinz Rimmele seit Jahrzehnten für die Gemeinde Sipplingen. Seit 25 Jahren ist er Gemeinderat; ist Mitgründer des Yachtclubs Sipplingen und Mitglied des TSV Sipplingen. Bei der DLRG ist er bereits seit über einem halben Jahrhundert dabei. Sein größter Verdienst ist Rimmele zufolge der Neubau der DLRG-Wasserrettungsstation, bei der Schirmeister Planer und Bauleiter war. Nicht zuletzt ist er seit über 60 Jahren aktiv in der Fastnachtsgesellschaft und seit 21 Jahren deren Präsident.