Auch wenn das Wetter dieses Jahr nicht mitgespielt hat und die Sonne sich nicht blicken ließ, feierten die Sipplinger und ihre Gäste ein ausgelassenes Dorffest. Bürgermeister Oliver Gortat war mit dem Festverlauf und dem Zuspruch sehr zufrieden. „Wir sind einfach unter den Sonnenschirmen zusammengerückt, so wurde es noch ein sehr schönes Fest“, sagte er. Das Fest sei ein „Selbstläufer“.

„Die Vereine kommen zweimal im Jahr zusammen und sprechen sich kurz ab. Ohne die jahrelange Erfahrung und den Einsatz der Beteiligten ist das Dorffest so nicht zu stemmen“, unterstrich Gortat. Zumal der Erlös des Dorffests nicht den Vereinskassen zugutekommt. „Dieses Jahr werden mit dem Gewinn Stühle und Tische für die Turn- und Festhalle gekauft“, so Gortat.

Aber auch für den renovierungsbedürftigen Kirchturm der katholischen Pfarrkirche Sankt Martin und Sankt Georg wurde an beiden Dorffesttagen Geld gesammelt. Gegen eine Mindestspende von 30 Euro konnten sich die Förderer auf einem neuen Dachziegel verewigen.

Adrian Staiger, Vorsitzender der Musikkapelle, machte bei der Dachziegelaktion mit.
Adrian Staiger, Vorsitzender der Musikkapelle, machte bei der Dachziegelaktion mit. | Bild: Mardiros Tavit

Alter Dachziegel als Erinnerung

Als Dankeschön und Erinnerung gab es dafür einen alten Dachziegel. Manch ein Festbesucher förderte so mehrere Dachziegel. „Wir haben diese Aktion zum ersten Mal durchgeführt und haben schon 100 Dachziegel verkauft. Die höchste Einzelspende pro Dachziegel lag bei 150 Euro“, zog Gortat eine Zwischenbilanz.

Bei aller Ausgelassenheit erwähnte Gortat auch die Partnerkompanie, die sonst beim Dorffest mitfeiert. Die 5. Kompanie des Jägerbataillons 292 der deutsch-französischen Brigade ist in Litauen im Einsatz. Sie hatte den zur Tradition geworden Biwak in Sipplingen deshalb verkürzt.