Die Wahlergebnisse am Sonntagabend machen klar: Die CDU ist in den Gemeinden im Bodenseekreis weiter in der Wählergunst gefallen und auch die AfD hat im Vergleich zu 2016 Stimmen eingebüßt – und das teils deutlich. Die FDP hat demgegenüber zugelegt, großer Gewinner sind aber erneut die Grünen.

FDP holt in der Gemeinde Salem auf

In Salem gaben 6049 von 8485 Wahlberechtigten ihre Stimme ab, was einer Wahlbeteiligung von 71,3 Prozent entspricht. Die Grünen erzielten rund 39,5 Prozent der Stimmen, die FDP 19,1 Prozent, die CDU 18,2 Prozent, die SPD 7 Prozent, die AfD knapp 7 Prozent. Sonstige Parteien erzielten in der Flächengemeinde zusammen 9,3 Prozent.

2016 hatte die CDU noch 25,2 Prozent der Stimmen geholt. Auf die AfD entfielen 10,5 Prozent. Die FDP hatte 12,5 Prozent für sich gewinnen können. Hier ist also ein auffälliger Anstieg zu verzeichnen.

AfD fällt in Meersburg auf 7,7 Prozent

In der Stadt Meersburg waren 4257 Bürger wahlberechtigt. 2872 nahmen ihr Wahlrecht wahr, was einer Wahlbeteiligung von 67,5 Prozent gleichkommt. Die Grünen kamen auf 38,3 Prozent der Stimmen, die CDU auf knapp 22,1 Prozent, die FDP auf 13 Prozent, die SPD auf rund 8,8 Prozent, die AfD auf 7,7 Prozent und Sonstige auf insgesamt 10 Prozent.

Ein- und Ausgang zum Wahllokal im Winzerverein Meersburg sind mittels einer langen Tischreihe voneinander getrennt. Um halb drei haben die Wahlhelferinnen gerade eine Pause. Die Wähler kämen in Schüben, sagt eine der Frauen. Mithilfe von Hinweisschildern wird die sichere Wahl in Corona-Zeiten erklärt.
Ein- und Ausgang zum Wahllokal im Winzerverein Meersburg sind mittels einer langen Tischreihe voneinander getrennt. Um halb drei haben die Wahlhelferinnen gerade eine Pause. Die Wähler kämen in Schüben, sagt eine der Frauen. Mithilfe von Hinweisschildern wird die sichere Wahl in Corona-Zeiten erklärt. | Bild: Santini, Jenna

Damit hat die CDU im Vergleich zur Landtagswahl 2016 an Stimmen verloren. Damals waren es 25,9 Prozent. Für die AfD ging es in Meersburg eindeutig nach unten: von knapp 13 Prozent (2016) auf 7,7 Prozent (2021). In Daisendorf fiel die AfD von 14,4 auf 9,7 Prozent, in Frickingen von 9,7 auf 7 Prozent, in Hagnau von 9,3 auf 5,3 Prozent, in Owingen von 13 auf 9 Prozent sowie in Stetten von 12,1 auf 5,4 Prozent.

CDU verliert in Uhldingen-Mühlhofen

In Uhldingen-Mühlhofen gaben 4043 von 5956 Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Somit hat die Gemeinde eine Wahlbeteiligung von knapp 67,9 Prozent zu vermelden. 40,7 Prozent der Stimmen entfielen auf die Grünen, 17,8 Prozent auf die CDU, 14,7 Prozent auf die FDP, 10 Prozent auf die SPD, 8 Prozent auf die AfD und zusammengenommen 8,8 Prozent auf andere Parteien.

Bei der Landtagswahl 2016 hatte die CDU noch annähernd 23 Prozent erlangt, die AfD 11,5 Prozent. Zulegen konnte dagegen die FDP: von 10,2 auf 14,7 Prozent (2021).

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