Die Gemeinde Salem kann sich zum zweiten Mal über eine Ausschüttung von der regionalen Stromnetzgesellschaft „Seeallianz„ freuen, der sie vor drei Jahren beigetreten ist. Wie im vergangenen Jahr erhält sie entsprechend ihrem Anteil von 15,75 Prozent eine Dividende von rund 65 000 Euro. Geschäftsführer Michael Lissner legte dem Gemeinderat in dessen vergangener Sitzung die Bilanz vor. Wie daraus hervorgeht, erwirtschaftete die Seeallianz im Jahr 2019 einen Gewinn in Höhe von rund 410 000 Euro.

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Ziel war der Kauf der Netze von der EnBW

Als es vor drei Jahren im Gemeinderat um den Beitritt zur regionalen Stromnetzgesellschaft „Seeallianz„ gegangen war, war dieses Vorhaben im Gremium nicht unumstritten. Schließlich stand eine ganze Million Euro zur Debatte, mit der sich Salem an der Stromnetzgesellschaft „Seeallianz„ beteiligen sollte. Deren Ziel war es, von der EnBW (Energie Baden-Württemberg) kommunale Stromnetze zu erwerben. Neben Salem haben sich die Gemeinden Bermatingen, Owingen, Uhldingen-Mühlhofen und die Stadt Markdorf an der „Seeallianz„ beteiligt. Sie halten 51 Prozent an der Stromnetzgesellschaft. Die restlichen 49 Prozent verteilen sich auf die Netze BW und die Stadtwerke am See.

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Gemeinde: „Wir arbeiten wirtschaftlich erfolgreich“

Die Umsatzerlöse der Seeallianz, die sich hauptsächlich aus der Verpachtung des Stromnetzes an die Netze BW rekrutieren, beliefen sich im vergangenen Jahr auf 1,1 Millionen Euro. 1,4 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr in die Verteilungsanlagen investiert. Lissners Fazit nach zwei Geschäftsjahren: „Wir haben die gesteckten Ziele erreicht und arbeiten wirtschaftlich erfolgreich.“ Die Eigenkapitalrendite belief sich im vergangenen Jahr auf 6,5 Prozent.

 

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