„Unsere Hilfen wenden akute Notlagen ab, stabilisieren Familien und Einzelpersonen, stärken Kinder und Jugendliche und helfen Senioren,“ erklärte die Vorsitzende der Mitbürgerhilfe Salem, Hildegard Sasse, in der Hauptversammlung des Vereins, die coronabedingt im Freien stattfand, auf dem Pausenhof der Grundschule Mimmenhausen. Dass die vom Verein geleisteten Unterstützungen zumeist „Teilhilfen“ seien und die Empfänger ihren eigenen Anteil dazu beisteuerten, ist der früheren Familientreffleiterin besonders wichtig, heißt es weiter in einer Mitteilung der Mitbürgerhilfe. So könnten die Menschen eigenverantwortlich bleiben.

Lob: „Sinvolle Vereinsarbeit“

Sasse nutzte die Versammlung, um über geleistete Hilfen, Aktionen, Kooperationen und eingegangene Spenden zu berichten. Bürgermeisterstellvertreterin Petra Karg (GoL) und der Ortsreferent Adolf Eblen. lobten die sinnvolle Vereinsarbeit. Laut Sasse tätigte der Mitbürgerhilfe-Verein 2019 Hilfsleistungen in Gesamthöhe von 16 000 Euro.

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Vielfältige Hilfen bis zu Fahrkarten-Zuschüssen

Insgesamt unterstützte der Verein 26 Antragsteller. Unter anderem konnten Mietverhältnisse und Stromversorgungen gesichert werden. Es gab Geld für das Anschaffen von Herd, Bett und Kühlschrank, für Anwaltskosten oder zahnmedizinische Hilfen. Projekte in der Schule wurden mitfinanziert. Ebenso griff das Gremium Jugendlichen in der Ausbildung unter die Arme mit Zuzahlungen für Fahrkarten zum Praktikumsplatz, für den Führerschein oder für Musikunterricht. 15 Mal konnten von den Überlinger Soroptimisten gespendete Lebensmittelgutscheine verteilt werden. Neben finanziellen Unterstützungen, sei ebenfalls beim Ausfüllen von Formularen geholfen worden, ebenso beim Einkaufen, beim Erstellen von Haushaltsplänen oder Fahrdiensten zu Therapien oder Ämtern. „Wir sind eine kleine Feuerwehr in den Gemeinden Salem, Frickingen, Deggenhausertal und Heiligenberg“, sagte Sasse. Gerne nahm sie einen symbolischen Scheck über 888 Euro von den Salemer Zünften entgegen.

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Zehn neue Mitglieder und zwei neue Gemeinden

Nachdem die Vereinskasse im November leer gewesen sei, habe ein Aufruf im SÜDKURIER zu neuen Spendeneingängen verholfen. Im Jahr 2019 flossen demnach rund 17 000 Euro Spendengelder. Aus der Kooperation mit dem Salemer Reparaturcafé kamen noch rund 1600 Euro hinzu. Die Mitgliedsbeiträge beliefen sich auf gerundet 2000 Euro. Zehn Zugänge lassen die Mitgliederzahl auf 41 Personen plus zwei Gemeinden anwachsen. Die Versammlung wählte turnusgemäß Hildegard Sasse als Vorsitzende und Reinhard Wolters als deren Stellvertreter. An Stelle der aus Zeitgründen ausscheidenden Kassiererin Sigrid Hansen trat Franz Sasse. Wer Informationen möchte oder spenden will, erreicht die Mitbürgerhilfe unter Telefon 0 75 53 / 88 99

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