Wenn Minus-Temperaturen herrschen und die Gewässer zufrieren, ist die Verlockung groß, aufs Eis zu gehen. Gesellt sich zu der klirrenden Kälte noch strahlender Sonnenschein, wollen sich viele Familien das seltene Freizeitvergnügen nicht entgehen lassen. Der Bifangweiher war am Wochenende eines der wenigen Gewässer, das – teilweise – mit einer Eisschicht überzogen war. Das Gewässer am Ortseingang von Salem-Mimmenhausen in Richtung Mühlhofen war aber nur etwa zur Hälfte gefroren, der Rest war flüssig.

Video: Manuela Klaas

Knapp über ein Dutzend Schlittschuhläufer drehten hier am Sonntag zur Mittagszeit ihre Runden. Die einen waren bei kunstfertigen Pirouetten zu beobachten, die anderen spielten Eishockey. Wenig später war das Freizeitvergnügen aber schon wieder beendet: Da der Weiher nur zur Hälfte zugefroren war, die Eisschicht gerade einmal etwa sechs Zentimeter betrug und das Eis sich im Schilfbereich am Rande bereits wieder verflüssigte, löste die Polizei das bunte Treiben aus Sicherheitsgründen auf.

Wie die Polizeidirektion Ravensburg auf Anfrage bestätigte, wurden die Freizeitsportler per Lautsprecherdurchsage dazu aufgefordert, die unsichere Eisfläche zu verlassen. Verstöße gegen die Abstands- und Kontaktregeln seien nicht festgestellt worden.

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Die Frage, wann das Eis dick genug ist, um es zu betreten oder Schlittschuh zu laufen, lasse sich pauschal nicht beantworten, sagen die Fachleute. Es komme auf das Gewässer und die regionalen Bedingungen an. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt als Empfehlung eine Eisdicke von mindestens 15 Zentimetern an. Bei fließenden Gewässern sollten es sogar 20 Zentimeter sein. Die Polizei bittet Eltern, ihre Kinder vor den Gefahren zu warnen.