Die Vorbereitungen sind in den letzten Zügen, die Betreiber fast startklar: Sonja und Armin Sulger blicken der Eröffnung des Gasthauses Rose am 20. Januar gelassen entgegen. „Als wir das Jumanji eröffnet hatten, haben wir die drei Tage vorher durchgearbeitet“, erinnert sich Armin Sulger lachend. Das Ehepaar hatte das Bistro im Gewerbegebiet von Neufrach mit dem dazugehörigen Catering im Jahr 1998 zusammen mit den Brüdern von Sonja Sulger gegründet, wollte sich dann aber verkleinern: „Das Ganze wurde zu komplex“, berichtet Armin Sulger. Stattdessen sei ein kleines Café in der neuen Gemeindemitte angedacht gewesen. Doch die Pläne hätten sich zerschlagen, weil die Räumlichkeiten zu klein waren, erzählt Sonja Sulger. Die gebürtige Salemerin und ihr Mann, der aus Bermatingen stammt, wollten gern in der Gemeinde bleiben – zwischenzeitlich beschränkten sie sich auf den Betrieb des Partyservices.

Rose und Jumanji vereint: Das Gasthaus Rose behält seinen Namen, doch der Partyservice läuft unter dem Namen Jumanji weiter.
Rose und Jumanji vereint: Das Gasthaus Rose behält seinen Namen, doch der Partyservice läuft unter dem Namen Jumanji weiter. | Bild: Miriam Altmann
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Der Zufall lenkte sie auf das Traditionsgasthaus

„Durch Zufall sind wir auf die ‚Rose‘ gekommen“, erzählt die gelernte Restaurantfachfrau. Ein Bekannter habe sie auf das leerstehende Gasthaus in Tüfingen hingewiesen, welches seit 140 Jahren der Familie Sick gehöre, die es auch lange betrieben habe. „Als wir reingekommen sind, dachten wir: Das hat was“, sagt Sonja Sulger. So richtig urig sei es und nach Umbaumaßnahmen könne auch ein Bereich für private Feiern abgetrennt werden. Dartscheiben und Billardtische suchen Jumanji-Stammgäste allerdings vergebens. „Dazu sind die Räumlichkeiten leider zu klein.“ Die Speisekarte zeige jedoch Bewährtes und werde durch saisonale Angebote erweitert. „Sollte es irgendwann wieder möglich sein, möchten wir auch wieder einen Sonntagsbrunch anbieten“, merkt Armin Sulger an.

Letzte Handgriffe sind noch nötig, dann können die Gäste kommen.
Letzte Handgriffe sind noch nötig, dann können die Gäste kommen. | Bild: Miriam Altmann

Auswahl an Dekoartikeln soll um regionale Produkte erweitert werden

Neu ist hingegen das Angebot von Deko- und Geschenkartikeln. „Wir wollten das eigentlich im geplanten Café machen, doch warum sollten wir das nicht auch in einem Restaurant anbieten?“, schildert Sonja Sulger. Das Sortiment soll mit der Zeit bevorzugt um regionale Produkte erweitert werden, was aber auch davon abhänge, wie es angenommen werde. „Es bringt auch nichts, alles hier vollzustellen“, meint Armin Sulger pragmatisch.

Der Zufall brachte das Ehepaar Sulger auf das 140 Jahre alte Gasthaus. Richtig urig sei es in der alten Stube, sagt Sonja Sulger.
Der Zufall brachte das Ehepaar Sulger auf das 140 Jahre alte Gasthaus. Richtig urig sei es in der alten Stube, sagt Sonja Sulger. | Bild: Miriam Altmann

Corona machte auch dem Partyservice zu schaffen

Der gelernte Koch blickt zuversichtlich, aber auch ein wenig vorsichtig in die Zukunft: „Man weiß ja wirklich nicht, was kommt.“ Dass sich die pandemische Lage noch einmal so zuspitzen werde, habe er nicht erwartet. Corona mache auch dem Partyservice zu schaffen, den das Paar aktuell noch vom alten Standort aus betreibt. Viele Feiern seien im Laufe der Pandemie abgesagt oder verschoben worden – im Sommer sei es hingegen manchmal zu Terminüberschneidungen gekommen: „Wenn wir dann jemandem absagen mussten, war das nicht so schön“, bedauert Sonja Sulger.

Der Einkauf steht noch an, doch sonst ist hinter der Bar schon alles bereit. „Als wir das Jumanji eröffnet hatten, haben wir die drei Tage vorher durchgearbeitet“, erinnert sich Armin Sulger.
Der Einkauf steht noch an, doch sonst ist hinter der Bar schon alles bereit. „Als wir das Jumanji eröffnet hatten, haben wir die drei Tage vorher durchgearbeitet“, erinnert sich Armin Sulger. | Bild: Miriam Altmann

Die Rose bleibt die Rose, das Catering läuft unter Jumanji weiter

Daher hofft das Ehepaar, dass das Restaurant in dieser Form gut angenommen wird. Neben der Stammkundschaft setzen sie auf Feriengäste und Besucher aus dem Umland: „Die Lage hier ist besser, man wird gesehen und Überlingen ist nicht weit weg“, würdigt der Koch den neuen Standort. Außerdem gebe es Außenplätze vor dem Wintergarten und hinten auf dem Balkon, wenn es wieder wärmer werde. Auch die Abholung von Speisen sei möglich. „Das Schöne ist, dass unser Team vom Jumanji wieder dabei ist“, sagt seine Frau über die Aushilfskräfte, die das Paar unterstützen werden. Dennoch handle es sich bei dem Gasthaus nicht um ein zweites Jumanji: „Das ist die Rose und das bleibt die Rose“, betont Sonja Sulger. Mit dem Catering existiere der Name Jumanji jedoch weiter.