Salem scheint ein gutes Pflaster für den Fußballnachwuchs zu sein: Mit Mika Baur und Julian Stark spielen bereits zwei Salemer in der U23 des Bundesliga-Vereins SC Freiburg. Nun sind mit Kimi Baur aus Mimmenhausen sowie den Zwillingen Emilio und Tammo Schiertz aus Weildorf gleich drei weitere hoffnungsvolle Talente in die Freiburger Bundesliga-Talentschmiede gewechselt.

Seit dieser Saison schnüren sie ihre Kickschuhe in der U15-Regionalliga, der höchsten Spielklasse in diesem Alter. Kimi Baur besucht das Internat beim SC Freiburg, Emilio und Tammo Schiertz nehmen drei Mal in der Woche die lange Fahrt zum Training in den Breisgau auf sich. Dazu kommen die Fahrten zu den Spielen an den Wochenenden. Ein Leben ohne Fußball? Das können sich die drei 14-Jährigen nicht mehr vorstellen.

Zu den Personen

Zwillinge aus Salem verfolgen Traum vom Profi-Fußball

Die Zwillinge aus Salem-Weildorf verfolgen ihren Traum vom Profi-Fußball schon seit der Kindheit. Selbst Corona konnte den Plänen der Jugendlichen nichts anhaben. Als das Training ausfiel, kümmerten sie sich selbst um ihre Fitness. „Sie haben sich auf YouTube Trainingsübungen rausgesucht und sind dann mit dem Ball auf den Sportplatz verschwunden“, erzählt Vater Konrad Schiertz. Und Mutter Rita fügt schmunzelnd hinzu: „Wenn sie es nicht gemacht haben, dann hat ihnen etwas gefehlt und sie waren schlecht gelaunt.“

Tammo (rechts) und Emilio Schiertz sind stolz, dass sie für den SC Freiburg in der U15-Regionalliga auflaufen.
Tammo (rechts) und Emilio Schiertz sind stolz, dass sie für den SC Freiburg in der U15-Regionalliga auflaufen. | Bild: Reiner Jäckle

Der Trainingsfleiß hat sich gelohnt. Denn die beiden, die bei den Bambinis beim FC Beuren-Weildorf starteten, haben den Sprung zum SC Freiburg geschafft. Auf dem Weg dorthin haben auch die Eltern einiges geleistet. Sie haben die Zwillinge tausende Kilometer weit gefahren, zu Spielen und zum Training. Und die Jugendlichen sind sich dessen bewusst.

Deshalb haben sie ihrer Mutter versprochen, dass es für sie ein neues Auto gibt, wenn sie einmal Geld mit Fußball verdienen. Der Traum vom Profi-Fußball ist bei den Zwillingen auf jeden Fall da. „Ich würde schon mal gerne für den FC Liverpool spielen“, sagt Tammo Schiertz. Und sein Bruder Emilio ergänzt: „Vielleicht auch für den FC Chelsea, Hauptsache Premier League.“

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Kimi Baur will den Sprung in die Bundesliga schaffen

Den Traum von der englischen Premier League oder der spanischen La Liga hat auch Kimi Baur. „Das wäre schon cool, wenn ich da mal spielen könnte“, sagt der 14-Jährige. „Jetzt will ich aber erst einmal den Sprung in die Bundesliga schaffen.“ Als der SC Freiburg in der vergangenen Saison bei ihm angefragt hat, gab es für ihn nur eine Option: „Entweder Internat oder weiter beim FC Radolfzell spielen.“

Dabei ist Kimi Baur auch das zweite Standbein Ausbildung wichtig. „Ich möchte in Freiburg das Abitur machen und dann schauen wir weiter“, erzählt der Nachwuchskicker. Seine Eltern unterstützen ihn – sowohl im Sport als auch bei der Ausbildung. Seine Mutter Marion Baur betont: „Ein Plan B ist im Sport immer ganz wichtig.“

Der 14-jährige Kimi Baur aus Mimmenhausen spielt seit dieser Saison in der U15 des SC Freiburg und besucht dort das Internat.
Der 14-jährige Kimi Baur aus Mimmenhausen spielt seit dieser Saison in der U15 des SC Freiburg und besucht dort das Internat. | Bild: Reiner Jäckle

Aktuell ist Kimi Baur verletzt und laboriert an einer Verletzung am Hüftbeuger. Doch normalerweise dreht sich bei ihm neben der Schule alles um den Fußball. „Ich gehe ganz normal in den Unterricht und trainiere vier Mal in der Woche“, erzählt der Mimmenhausener über seinen Alltag. „Dazu kommt noch Physiotherapie.“

Die U15-Saison hat zwar bereits begonnen, aber zum Einsatz kommt Baur wegen seiner Verletzung aktuell noch nicht. „Deshalb kann ich jetzt noch etwa jedes zweite Wochenende nach Hause fahren“, sagt der 14-Jährige und ergänzt. „Ich versuche, so schnell wie möglich fit zu werden.“

Und wer weiß: Vielleicht werden die drei Fußballtalente aus Salem sogar gemeinsam in der U15-Nationalmannschaft auflaufen. Alle drei haben bereits bei Sichtungslehrgängen des Deutschen Fußball Bundes teilgenommen. Momentan sind dort noch mehr als 75 Talente aus ganz Deutschland dabei. Spannend wird es, wenn die Zahl in den kommenden Monaten immer weiter reduziert wird.

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