Nicht nur, weil die beantragten Maßnahmen auf einem im Außenbereich von Oberstenweiler gelegenen Grundstück ziemlich ungewöhnlich sind, sondern vor allem auch deshalb, weil sie, wie der stellvertretende Bauamtsleiter Marc Dürrhammer mit Fotos belegte, bereits realisiert worden sind.

Rund 30 Bienenvölker im Nebenerwerb

Wie die Antragstellerin in ihrem Bauantrag erläuterte, möchte sie auf diesem Grundstück im Nebenerwerb etwa 30 Bienenvölker halten. Daher beinhaltete der Bauantrag unter anderem eine offene Überdachung der Bienenvölker sowie die Errichtung einer Schleuderkammer. Darüber hinaus sollen ein Wildschutzzaun sowie eine Freisitzterrasse und ein teiloffener Werkzeug- und Geräteunterstand errichtet werden.

Bevölkerung bemängelt Lärmbelästigung

Nach Dürrhammers Angaben sollen aus der Bevölkerung schon Unmutsäußerungen wegen der Lärmbelästigung eingegangen sein, die von der Nutzung des Grundstücks ausgeht. Nicht grundlos, wie Ortsreferentin Henriette Fiedler zu verstehen gab. „Ich habe den Eindruck“, sagte sie, „dass dieses Grundstück weniger einer vielleicht landwirtschaftlich privilegierten Bienenzucht dient, sondern eher als Freizeitgelände genutzt wird.“

Als problematisch stellte Dürrhammer auch die Erschließung des Grundstücks dar. Denn die Zufahrt erfolge über verschiedene angrenzende Nachbargrundstücke. Bei einer Stimmenthaltung lehnten die Ausschussmitglieder den Bauantrag ab.