Die Planung für den neuen Spielplatz im Neubaugebiet von Stefansfeld steht jetzt: Der Gemeinderat legte in seiner jüngsten Sitzung die Gestaltung fest. In der vorangegangenen Sitzung hatten die Räte schon den Plänen für die Außenanlagen des neuen Kindergartens in der Nachbarschaft des Spielplatzes zugestimmt.

Die Entscheidung über den Spielplatz war zunächst zurückgestellt worden, da nicht abschließend geklärt war, ob die angrenzende Retentionsfläche in die Planung einbezogen werden darf oder ob der Bereich hingegen sogar eingezäunt werden muss. Außerdem wollten die Ratsmitglieder die Entscheidung über die Ausstattung des öffentlichen Spielplatzes davon abhängig machen, ob die Spielfläche für die über Dreijährigen (Ü3) im Kindergarten nach Betriebsschluss für die Allgemeinheit geöffnet werden kann.

Sickermulde kann als Bewegungsfläche genutzt werden

Die Öffnung der Anlage außerhalb der Betreuungszeiten konnte Tobias Weber vom Hochbauamt nun bestätigen. Er teilte zudem mit, dass eine Einzäunung der Sickermulde nach Auffassung des Badischen Gemeindeversicherungsverbands nicht erforderlich sei. Die Fläche könne zum Bewegen und Spielen genutzt werden, sofern man die Böschung zwischen Spielplatz und Boden der Mulde berücksichtige: „Das darf nicht zu steil sein, damit die Kinder wieder rauslaufen oder -krabbeln können“, erläuterte Weber. Bürgermeister Manfred Härle fügte an: „Damit hätten wir aus unserer Sicht alle Punkte abgearbeitet.“ Er bat darum, das gesamte Paket der Entwurfsplanung auf den Weg zu bringen.

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„Ich finde das sehr erfreulich, dass es so ausgegangen ist“, ergriff Ralf Gagliardi (GoL) das Wort. Den Hinweis von Wolfgang Bauer (CDU), dass das Abwasser von der Straße in die Sickermulde laufe und sich im Winter das Streusalz dort absetze, nahm der Bürgermeister dankend zur Kenntnis. Tobias Weber betonte, dass es lediglich um eine Mitnutzung gehe und sich der eigentliche Spielplatz nebenan befinde. „Alle Retentionsmulden in der Straße sind für das Oberflächenwasser gedacht“, merkte er an.

Kletterlandschaft wird nicht über die Versickerungsmulde geführt

Adolf Eblen (CDU) nahm noch einmal auf die Diskussion in der vorherigen Sitzung Bezug: „Nur das eine Spielgerät, das war vielen zu wenig“, bilanzierte er. Auf einen Spielplatz gehörten eine Schaukel und ein Sandkasten. Um dafür Platz zu gewinnen, schlug er vor, die geplante Kletterlandschaft wie beim Kindergarten Am Lichtenberg über die Retentionsmulde zu führen. Härle entgegnete: „Man kann grundsätzlich darüber diskutieren, ob man die Mulde weiter einbindet, aber wir haben unsere Erfahrungen in Neufrach gesammelt, wo es von einer Anwohnerin Einwendungen gab.“ Schaukel und Sandplatz gebe es im Ü3-Bereich, der an den Wochenenden und nach Kindergartenschluss allen Kindern zur Verfügung stehe.

Bei Bedarf können weitere Spielgeräte aufgestellt werden

Angesichts der Betreuungszeiten bis 17 Uhr an fünf Tagen in der Woche gab Petra Herter (CDU) zu bedenken: „Es gibt vielleicht auch Eltern, die ihre Kinder die ersten drei Jahre daheim behalten, und dann gibt es nur ein Spielgerät für große Kinder.“ Der Bürgermeister zeigte sich für eine Umplanung prinzipiell offen: „Wenn es sich herausstellt, dass es den Bedarf gibt, hindert uns nichts dran, das mal neu zu ordnen, da dürfen Sie uns dann gern daran erinnern.“

Statt Balancier-Element kommt Sandspielplatz

Stephanie Straßer (FWV) brachte einen sofort umsetzbaren Vorschlag ein: „Wir lassen das Balancier-Element weg und machen einen Sandhaufen hin.“ Sollte sich zeigen, dass die Spielgeräte doch fehlen, könne man immer noch nachrüsten. Manfred Härle befürwortete die Idee: „Das ist ein guter Kompromissvorschlag, machen wir einen attraktiven Sandspielplatz daraus.“ Auf dieser Basis stimmte der Gemeinderat der Planung des öffentlichen Spielplatzes sowie der angrenzenden Retentionsmulde bei einer Enthaltung zu.