Das Schnellrestaurant „Die kleine Küche“ hat den bisherigen Standort beim Edeka-Markt in Stefansfeld verlassen. Dort hatte Stefan Steinhauer den Imbisswagen seit Mitte Dezember betrieben. „Wir haben nun in Mimmenhausen gegenüber des Sparkassen-Beratungscenters einen Platz gefunden, der in jeder Hinsicht optimal ist“, erklärt der 58-Jährige, der das Geschäftsmodell gemeinsam mit Freunden entwickelt hat. Unter dem neuen Namen „Die kleine Dorf-Oase“ sollen künftig neben Speisen und Getränken auch Fleisch, Wurstwaren, Obst, Gemüse und Backwaren verkauft werden.

„Damit folgen wir unserem Plan, in Salem regelmäßig frische Lebensmittel anzubieten“, so der gelernte Molkereifachmann. Die Corona-Krise mit all ihren Folgen habe die strategischen Planungen zwar verlangsamt, „trotzdem liegen wir noch im vorgesehenen Zeitplan“.

Umbauten zur Einhaltung der Abstandsregeln und Hygienestandards

In den vergangenen sechs Wochen habe er den Wagen drei Mal komplett auseinander- und wieder zusammengebaut, um künstliche Barrieren zwischen ihm und den Gästen zu schaffen. Bei der Einhaltung der Hygienestandards seien ihm seine langjährigen Erfahrungen in kleinen und mittelständischen Käsereien sowie als Senn bei mehreren schweizerischen Alp-Käsereien zugute gekommen.

Kein Verzehr von Speisen und Getränken direkt am Stand

Von der allgemeinen Schließung von Restaurants und Gaststätten ist die Mitnahmestation bisher verschont geblieben. „Die Menschen können, in gesetzlich einheitlich vorgeschriebenem Abstand zueinander, ihre Essensbestellung aufgeben, die Speisen und Getränke entgegennehmen und entweder unterwegs oder daheim in Ruhe essen“, beschreibt der Imbissbetreiber. „Nur hier unmittelbar am Stand ist der Verzehr derzeit natürlich und richtigerweise nicht erlaubt.“

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Den Ortsteil Stefansfeld wollen Steinhauer und seine Partner als weitere Imbiss-Station aber keinesfalls komplett aufgeben. „Sobald der Pachtvertrag unterzeichnet ist, geben wir die Öffnungstage und -zeiten bekannt. Bis dahin sei die „Kleine Dorf-Oase“ in Mimmenhausen montags bis freitags zwischen 8 und 13.30 Uhr sowie zwischen 17 und 19.30 Uhr geöffnet. „Samstags öffnen wir erst um 11 Uhr und schließen nachmittags“, sagt Steinhauer.

An Pinnwänden können Salemer Nachrichten austauschen

Den größeren Platz mit rund 20 Parkplätzen wollen die Betreiber der „Kleinen Dorf-Oase“ auch nutzen, um die Nachbarschaftshilfe Salem zu unterstützen. „Es wurden bereits Pinnwände und Tafeln aufgestellt, an denen die Salemer Nachrichten austauschen können“, so Steinhauer. Dadurch gebe es Gelegenheit für einen Austausch zwischen den Menschen, ohne sich direkt zu begegnen.

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„Wir müssen die Bedürfnisse der Menschen mit dem gesetzlich Machbaren abgleichen und dann die machbaren Lösungen zeitnah umsetzen“, hoffen die Initiatoren der Nachbarschaftshilfe. „Wir müssen umsichtig und mit aller gebotenen Vorsicht handeln. Die Leute werden hoffentlich bald aus der derzeitigen Schockstarre erwachen und sich zumindest langsam wieder in Bewegung setzen“, hofft Steinhauer. Dann könne auch aktive Hilfe und Unterstützung in vielen Lebensbereichen geleistet werden.

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