Es war eine denkwürdige Generalversammlung, die der FC Rot-Weiß Salem am Freitag über die Bühne gebracht hat. Zum einen, weil offiziell der Zusammenschluss mit dem FC Beuren-Weildorf besiegelt wurde, zum anderen, weil die Versammlung nicht im Clubhaus abgehalten wurde, sondern wegen der coronabedingten Hygieneauflagen im Schlossseestadion. „Die erste Generalversammlung unter freiem Himmel und mit Abstand“, sagte Vorsitzender Jörg Allgaier.

Maximal einhundert Besucher waren zugelassen. Das hat auch gereicht. „Wir mussten keine Absagen erteilen“, erklärte Allgaier auf SÜDKURIER-Nachfrage. Auf der Tribüne waren die Sitzplätze im 1,5 Meter Abstand durch Sitzauflagen markiert. Vor der Tribüne waren drei große Bildschirme aufgebaut, auf denen die diversen Berichte des Vorstandes mitverfolgt werden konnten.

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Auf dem Spielfeld befand sich unter einer Zeltpergola eine Mikrofonanlage, über die die Berichte vorgetragen wurden. Jörg Allgaier dankte dem Tontechniker Stefan Burgenmeister aus Altheim, der die Anlagen kostenlos zur Verfügung gestellt und installiert hat.

„Wir wollen die Nummer eins im Linzgau werden“

Aufbruchstimmung zog sich durch die Reden. „Wir wollen die Nummer eins im Linzgau werden“, proklamierte Jörg Allgaier. Dieses Ziel wolle man mit der Kraft der eigenen Jugend angehen. Dazu wurde eigens ein maßgeschneidertes Jugendkonzept entwickelt, in dem sich der Rot-Weiß Salem eine bestmögliche individuelle Förderung des Nachwuchses auf die Fahnen geschrieben hat.

„Salem und Beuren zusammen gibt einen starken Verein“, so Allgaier. Und auch Armin Heidenreich, der bisherige Vorsitzende des FC Beuren-Weildorf, ist sich dessen sicher.

Der neue Vorstand des Rot-Weiß Salem (von links): Kevin Kneisler (Aktivensprecher), Sven Herbstrith (Schriftführer), Uwe Stickel (Kassierer), Jürgen Kugler (Teammanager Erste Mannschaft), Armin Heidenreich (Sportvorstand), Uwe Koester (Jugendleiter), Andreas Gommeringer (Jugendkoordinator), Markus Krämer (stellvertretender Vorsitzender) und Vorsitzender Jörg Allgaier.
Der neue Vorstand des Rot-Weiß Salem (von links): Kevin Kneisler (Aktivensprecher), Sven Herbstrith (Schriftführer), Uwe Stickel (Kassierer), Jürgen Kugler (Teammanager Erste Mannschaft), Armin Heidenreich (Sportvorstand), Uwe Koester (Jugendleiter), Andreas Gommeringer (Jugendkoordinator), Markus Krämer (stellvertretender Vorsitzender) und Vorsitzender Jörg Allgaier.

Die zurückliegende Saison hinterließ wegen der Corona-Krise auch beim Rot-Weiß Salem ihre Scharten. „Es war ein verrücktes Fußballjahr“, sagte Allgaier und verwies auf den coronabedingten Abbruch der Verbandsrunden. Als Abschlusstabelle galt die Platzierung vom Spätherbst vergangenen Jahres. Demnach belegt die 1. Mannschaft Platz 8. „Sportlich war die Saison so la-la-la“, meinte Allgaier.

Verein verliert weder Sponsoren noch Spieler

In finanzieller Hinsicht sei das zurückliegende Jahr aber erfolgreich verlaufen. „Wir haben die Ausgaben heruntergefahren, als ob wir geahnt hätten, was auf uns zukommt“, erklärte Allgaier. Besonders freute er sich darüber, dass kein einziger der Sponsoren abgesprungen ist und dass kein einziger seinen Vereinsaustritt erklärt hat. Obwohl der Verein in diesem Jahr allein durch die Absage des HSM-Jugendfußballcups erhebliche Einnahmeverluste verschmerzen muss, geht Allgaier davon aus, dass man das Jahr 2020 finanziell gut überstehen wird.

Die Ausgaben will der Verein dadurch mindern, dass der Sportplatz in Neufrach nicht mehr für den Spielbetrieb, sondern nur noch als Trainingsplatz genutzt wird. Dafür strebt man in Beuren den Umbau des Platzes zu einem Allwetterplatz an und hofft auf die Unterstützung der Gemeinde. Nach wie vor strebt der Rot-Weiß Salem aber auch einen zusätzlichen Platz am Schlossseestadion an.

Bürgermeister will Allwetterplatz unterstützen

Bürgermeister Manfred Härle begrüßte den Zusammenschluss des Rot-Weiß Salem mit dem FC Beuren-Weildorf und will die Realisierung eines Allwetterplatzes in Beuren unterstützen. Losgelöst vom Sportstättenkonzept, das der Gemeinderat auf den Weg gebracht hat, will er sich dafür einsetzen, dass der Allwetterplatz möglichst bald gebaut werden kann.

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