„Mit der Kraft der eigenen Jugend“ lautet ein Leitsatz des FC Rot-Weiß Salem, wie der Verein auf seiner Homepage schreibt. Der Anspruch sei es, jedem Salemer Kind und Jugendlichen eine sportliche Heimat zu geben und eine individuelle Förderung zu ermöglichen.

Viele Funktionen im Verein

Einer, der diesen Leitsatz 15 Jahre lang verinnerlicht und sein ganzes Herzblut in den Verein gesteckt hat, war Daniel Albiez. Er war Jugendtrainer, Vorstandsmitglied, Betreuer und Fan.

Nicht nur die Menschen, die sich mit dem FC Rot-Weiß Salem verbunden fühlen, kannten ihn – sondern auch die, die sich häufig auf den Sportplätzen der Region herumtreiben.

Zuletzt B-Jugendtrainer

Daniel Albiez war ein Gesicht, dass man mit Jugendfußball, mit Sportsgeist und vor allem auch mit dem Salemer Fußballclub in Verbindung brachte. Am 16. September ist Albiez, der zuletzt Cheftrainer der B-Jugend des Klubs war, verstorben.

„In der Mitte unseres Vereins klafft von nun an eine große Lücke“, schreibt der FC Rot-Weiß Salem in den sozialen Netzwerken. Viel zu früh müsse man sich für immer von Albiez verabschieden.

Emotionale Worte des Vereins auf Facebook

„Daniel, du wirst uns als ganz Großer in Erinnerung bleiben. Als Mensch gewordene Leidenschaft mit Ecken und Kanten. Als Typ. Mehr Unikat als du geht nicht. Du bleibst unvergessen. Danke Daniel. Für alles!“, heißt es in dem Facebook-Eintrag des Vereins weiter.

Die Anteilnahme ist groß, der Beitrag wurde mehrfach geteilt und kommentiert. Eine Mutter schreibt zum Beispiel: „Unsere Jungs kannten ihn von klein auf, wenn auch immer als Trainer der gegnerischen Mannschaft. Er wird in Salem fehlen.“

Fünf Tage vor dem Tod noch bei einem Spiel

Uwe Köster, Jugendleiter des Vereins und ein langjähriger Weggefährte, erzählt, dass Albiez noch am 11. September, also fünf Tage vor seinem Todestag, als Trainer an der Seitenlinie gestanden sei – trotz seiner Krebserkrankung.

Und wie Köster ergänzt, mit Schmerzen: „Der Krebs hat wieder zurückgeschlagen“, sagt Köster. Von Vorerkrankungen habe der Jugendleiter gewusst, allerdings stellt er fest: „Daniel hat nie gejammert oder was gesagt.“

„Fußball war sein Leben“

Der Jugendleiter beschreibt Albiez als „Menschenfänger mit einer positiven, ruppigen, aber nie nachtragenden Art“. Einer, der immer alles für den Fußball geopfert hat: „Fußball war sein Leben. In unserem Verein wird seine Art tagtäglich fehlen. Er hatte immer einen guten Spruch.“

15 Jahre als Trainer

15 Jahre lang war er als E-, D-, C- und B-Jugendtrainer aktiv – zunächst beim FC Beuren-Weildorf, seit rund einem Jahrzehnt beim FC Rot-Weiß Salem. Die Spieler des Jahrgangs 2004 habe er zuletzt mehrere Jahre lang begleitet. Für diese Aufgabe müsse er nun ersetzt werden.

Ein Dank an die SG-Partner

Köster bedankt sich bei den Partnern der Spielgemeinschaft: „Der SV Bermatingen und der SV Deggenhausertal haben sofort reagiert und bereits für Ersatz gesorgt.“

Daniel Albiez hinterlässt eine Frau sowie zwei Söhne im Alter von 18 beziehungsweise 20 Jahren.

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