Bürgermeister Manfred Härle hatte in öffentlicher Gemeinderatssitzung bereits über die Nachfolgeversorgung im Ortsteil Stefansfeld nach Schließen der Edeka-Filiale informiert. In den nächsten Wochen soll demnach ein Lebensmitteldiscounter der Netto Marken Discount Stiftung & Co. KG, ein Tochterunternehmen der Edeka Zentrale Stiftung & Co. KG, in die dann leeren Verkaufsräume einziehen.

Corona verhindert reibungslosen Übergang

Der Öffnungstermin ist laut Härles telefonischer Auskunft für Mitte bis Ende Mai vorgesehen. Dass der neue, größere Edeka-Markt in Salems Mitte am Schlosssee voraussichtlich auch erst im Mai aufmacht, sei so nicht geplant gewesen. Vorgesehen war gemäß Härle ein reibungsloserer Übergang. Parallel zu der Schließung in der Heiligenbergerstraße hätte eigentlich die Einkaufsmöglichkeit in der neuen Mitte eröffnet werden sollen. Corona habe da einen Strich durch die Rechnung gemacht.

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Das heißt für die Stefansfelder Einwohner, dass sie bis Mai rund vier Kilometer Wegstrecke zurücklegen müssen, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. Denn die nächsten, größeren Einkaufsmöglichkeiten in Form zweier Lebensmittel-Discounter befinden sich erst wieder in Mimmenhausen in der alten Neufracherstraße.

Edeka-Regale sind zum Teil schon leer

Nur noch bis zum 13. März können Kunden beim Edeka-Markt an der Heiligenbergerstraße einkaufen. Ein Blick in das Marktinnere lässt den Geschäftsschluss Mitte März schon erahnen. „Es ist nicht mehr alles zu bekommen, was man braucht“, sagt eine Kundin beim Verlassen des Geschäfts. Die einst gut gefüllten Regale sind zum Teil leer und werden auch nicht mehr aufgefüllt.

Über die Gründe des Geschäftsschlusses lässt sich nur spekulieren. Aus der Edeka-Zentrale gab es dazu auf Nachfrage keine Auskunft. Allerdings ist es ein offenes Geheimnis, dass die Suche nach größeren Räumlichkeiten zu zeitgemäßer Erweiterung seit Jahren ein Thema war.

Das sieht auch der bisherige Filialleiter David Schall so. Zur Schließung will und kann er ansonsten keine Stellung nehmen, wie er telefonisch bekundet. Ganz sicher sei er aber, dass diejenigen Mitarbeiter, die wollten, weiter beschäftigt würden. “Wir werden auf andere Märkte versetzt“, erklärt Schall.

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