Grund zum Feiern: Vor 60 Jahren haben sich Margot und Ernst Häußler das Ja-Wort gegeben. Weil der Bräutigam evangelisch war, wollte der damalige Stadtpfarrer sie nicht trauen. “Wir mussten auf eine Wallfahrtskirche ausweichen“, erzählt die Jubilarin. Sie hatte ihren späteren Ehemann eher zufällig kennengelernt. „Auf der Straße“, wie sie erklärt.

Ernst Häußler folgte der hübschen jungen Frau mit der Schubkarre

Der Ulmer arbeitete im Straßenbau und sie selbst war in Ulm in einem Haushalt angestellt. Ernst Häußler erzählt, dass ihm auf der Straße die hübsche junge Frau gleich aufgefallen sei. „Ich bin ihr gleich mit meiner leeren Schubkarre hinterhergefahren.“ Drei Kinder sind aus ihrer Ehe hervorgegangen.

Familie lebte lange in Pfullendorf

Bis zu ihrem Umzug nach Salem-Mittelstenweiler im Jahr 2000 lebte die Familie lange in Pfullendorf. Beide waren bei der Firma Geberit beschäftigt. „Wir haben viel geschafft“, erinnert sich Margot Häußler. 20 Jahre lang führte das Paar einen kleinen Getränkehandel. Abends, am Samstag und Sonntag seien die Kunden Schlange gestanden.

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Bis heute pflegen sie Kontakt zu Pfullendorfer Bekannten

Für Freizeit sei wenig Zeit geblieben. Nur zum Kegeln seien sie gegangen und auch mal mit dem Kegelclub verreist, nach Südtirol, Prag und Venedig. Bis heute pflegen sie Kontakte zu Pfullendorfer Bekannten und lesen auch die dortige SÜDKURIER-Ausgabe, „um auf dem Laufenden zu bleiben“. In den Salemer Ortsteil zogen sie wegen ihrer Tochter, die ins Dorf einheiratete. Jetzt wohnen sie Haus an Haus. Anfänglich sei ihnen der Umzug nicht leichtgefallen, mittlerweile fühlten sie sich hier sehr wohl.

Sieben Enkel und der große Garten sind ihr ganzer Stolz

Neben ihren sieben Enkelkindern ist der große Garten der ganze Stolz der Häußlers. Auch einige Tiere gehören dazu. Bis zu 70 Hühner hielten sie zeitweise. „Mittlerweile sind es etwas weniger“, sagt die rüstige Seniorin. Hinzu kommen Katze und Gänse. Früher hätten sie noch Wildenten gehalten und einen kleinen Teich gehabt. Einmal haben sie eine Ente und eine Henne gemeinsam aufgezogen. “Sobald das Entlein ins Wasser gesprungen ist, hat das Hühnchen Rabatz gemacht, bis es wieder rauskam“, erzählt Margot Häußler beim Kaffee mit Bürgermeister Manfred Härle und Ortsreferentin Manuela Notheis. Richtig gefeiert wird mit allen Familienmitgliedern, die kommen können, in der Dorfgaststätte „Rössle“.