Wenn am kommenden Sonntag 9219 Wahlberechtigte – bei aktuell 11 689 Einwohnern – in Salem über ihre künftige*n Bürgermeister*in entscheiden, findet die Wahl coronabedingt unter besonderen Vorkehrungen statt. „Wir haben ein Hygienekonzept entwickelt, um die Wähler vor Ansteckungen zu schützen“, sagt Sabine Stark, Leiterin der Stabsstelle des Bürgermeisters. Die Abläufe in den Wahllokalen seien so organisiert, dass es zu möglichst wenig Begegnungsverkehr komme. Zusätzliche Wahlhelfer würden dafür sorgen, dass sich möglichst wenige Menschen gleichzeitig drinnen aufhielten und es müsse eine Mund- und Nasenschutzmaske getragen werden. Außerdem sollten eigene Stifte zum Ausfüllen des Wahlzettels mitgebracht werden. Die Wahlkabinen werden regelmäßig regelmäßig desinfiziert. Zudem stehe Desinfektionsmittel für die Hände bereit.

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Briefwahlunterlagen gibt es noch am Freitag vor der Wahl bis 18 Uhr

Sabine Stark möchte nicht ausschließen, dass es in den größeren Wahlbezirken zu Stoßzeiten auch einmal zu größeren Warteschlangen kommen kann. Dem kann man jedoch aus dem Weg gehen, indem man Briefwahl beantragt. Selbst am Freitag, 25. September, ist das noch bis 18 Uhr möglich. Im Rathaus, Zimmer 1.02, können die Wahlzetten auch ausgefüllt und in die bereit gestellte Urne eingeworfen werden. Grundsätzlich müssen Briefwähler ihre Unterlagen spätestens am Wahlsonntag um 18 Uhr im Briefkasten des Rathauses eingeworfen haben. Von der Briefwahl werde dieses Mal in ungewöhnlich hohem Umfang Gebrauch gemacht, sagt Stark. Bis zum gestrigen Donnerstag hatten 1619 Bürgerinnen und Bürger diesen Weg gewählt, entsprechend 17,6 Prozent der Wahlberechtigten. Zum Vergleich: Als Härle vor 16 Jahren im zweiten Wahlgang gewählt wurde, waren es 469 Briefwähler, entsprechend 5,8 Prozent.

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Kandidatur kann laut Kommunalwahlgesetz gar nicht zurückgezogen werden

Entscheiden können sich die Wähler zwischen Amtsinhaber Manfred Härle, Birgit Baur und Roland Martin, die in dieser Reihenfolge auf dem Wahlzettel stehen. Nachdem Martin am Dienstag bei der SÜDKURIER-Podiumsdiskussion in der 17. Minute aufstand und ging, sich dem Diskurs verweigerte, verbreitete er gestern eine Pressemitteilung mit dem Wortlaut: „Meine Kandidatur zur Bürgermeisterwahl in Salem am 27. September 2020 bleibt weiterhin bestehen.“ Das hätte er sich aber sparen können, weil er gar nicht zurück ziehen kann. Wer das Kommunalwahlgesetz kennt, der weiß, dass Paragraph 8, Absatz 1, sagt: Eine abgegebene, unterschriebene und zugelassene Bewerbung ist „unwiderruflich“.

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Wahlergebnisse im Internet und am Rathauseingang

Wer sich die Aufzeichnung des Live-Streams des Wahl-Forums vom Dienstagabend, 22. September, nochmals oder erstmals anschauen möchte, findet hier den Link. Das Angebot richtet sich nur an Abonnenten, es reicht aber aus, vorübergehend ein kostenloses Probeabo abzuschließen.

Das Wahlergebnis soll am Sonntag gegen 19 Uhr feststehen. Die aus den Wahlbezirken einlaufenden Ergebnisse können samt Hochrechnung auf einem großen Bildschirm vor dem Rathauseingang mitverfolgt werden. Ebenso auf der Homepage der Gemeinde. Der SÜDKURIER liefert ab Sonntagabend Berichte und Analysen zur Wahl auf www.sk.de/salem

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