Während des Corona-Lockdowns konnten viele Gruppenangebote der Frauenselbsthilfe Krebs westlicher Bodenseekreis nicht stattfinden. Ab sofort können verschiedene Angebote jedoch wieder starten. Immer mittwochs um 8.30 Uhr und ab dem 23. Juli auch am Donnerstag um 19 Uhr kann mitgewalkt werden. Treffpunkt ist am Parkplatz Schützenhaus am hinteren Schlosssee.

Gemeinsames Bewegen wirkt wohltuend

Die Freude über das Wiedersehen und die Möglichkeit sich nach langer Zeit wieder austauschen zu können, ist den zehn teilnehmenden Frauen anzumerken. Bevor es richtig losgeht, starten sie in ein gemeinsames Begrüßungsritual. Monika Stötzle, die die Läufer führt, fragt anschließend, wer etwas gemächlicher walken und wer schneller laufen möchte. Schnell bilden sich zwei Gruppen, die in den Wald beim Fischerhaus gehen. “Es ist immer schön am Morgen und vor allem im Wald zu laufen“, findet Teilnehmerin Gisela Barth. Sie ist schon länger dabei und genießt die wohltuende Gesundheitswirkung des gemeinsamen Bewegens. Nach ihrer Krebsdiagnose hatte sie sich zunächst nicht getraut, zu der Selbsthilfeorganisation zu gehen. Erst nach der Reha habe sie Mut gefasst. Heute würde sie jeder Betroffenen raten, gleich von Anfang an mitkommen. „Wenn ich damals schon gewusst hätte, wie gut mir das tut, hätte ich gleich mitgemacht,“ sagt Barth. Denn eins ist für sie sicher: “Keiner versteht einen so, wie die Selbstbetroffenen“, erklärt Barth.

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Möglichkeit des Austausches

Christa Hasenbrink, die Vorsitzende von Ortsgruppe und Landesverband, sieht das genauso. Sie unterstreicht , wie wichtig es für Krebspatienten gerade in Corona-Zeiten ist, eine geschützte Möglichkeit des Austauschs zu haben wie das „Reden und Bewegen“ am Mittwoch und Donnerstag. “Wir tun hier nicht nur etwas für unseren Körper“, führt Hasenbrink aus. Gerade die Gespräche untereinander böten die Gelegenheit, sich auszutauschen beispielsweise über Erfahrungen bei Arztbesuchen oder über komplementärmedizinische Konzepte. Gleichzeitig könnten beim gemeinsamen Gehen Kontakte geknüpft werden. Ganz zu schweigen von der gesundheitlichen Wirksamkeit des Sports. Die Gesundheitseffekte sind für Gruppenleiterin Stötzle ebenfalls spürbar. Gerade die betroffene Lymphe gelte es wieder in Bewegung zu bringen. „Das Laufen bringt mir Entlastung für die Beine, damit es keinen Lymphstau gibt“, so Stötzle.

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Sommerfest am 23. Juli geplant

Am 23. Juli findet übrigens im evangelischen Gemeindehaus Salem das Sommerfest der Frauenselbsthilfegruppe statt. Getränke und Essen müssen selbst mitgebracht werden.

Wer mitlaufen möchte, kann sich bei Monika Stötzle melden: Tel. 0 75 53/ 8 27 78 78. Telefonische Beratung gibt es bei Christa Hasenbrink: Tel. 0 75 53/9 18 48 44.