Rund zwei Jahre lang ist das Bebauungsplanverfahren zu einer Änderung des Bebauungsplans „Neufrach Ort“ wegen der eingegangenen Einwendungen, die schließlich in eine Normenkontrollverfahren beim Verwaltungsgerichtshof Mannheim mündeten, ins Stocken geraten. Jetzt ist wieder Bewegung in das Verfahren gekommen. Nachdem die Gemeindeverwaltung sich zwischenzeitlich bemüht hat, das Verfahren gerichtsfest zu machen, beschloss der Gemeinderat bei einer Stimmenthaltung, den Bebauungsplan erneut für vier Wochen öffentlich auszulegen. Während dieses Zeitraums können wiederum Einwendungen und Anregungen vorgebracht werden.

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Naturschutzausgleich für das gesamte Gebiet

Dem Beschluss des Gemeinderats vorausgegangen sind einige Änderungen in den Festsetzungen des Bebauungsplans beziehungsweise des Rechtsplans. Wie der Überlinger Städteplaner Helmut Hornstein erläuterte, wurde sowohl ein Umweltbericht erstellt und es wurde festgelegt, das für das gesamte Baugebiet ein Naturschutzausgleich vorgenommen wird. Die Kosten hierfür betragen rund 140 000 Euro. Wie Hornstein in Erinnerung rief, war bisher nur ein Teilausgleich für jene Flächen vorgesehen, die über den Geltungsbereich des aus dem Jahr 1961 stammenden Bebauungsplans hinausgehen. Dies sei von den zuständigen Behörden immer so akzeptiert worden, erklärte Hornstein. Mit der jetzt festgesetzten Gesamtausgleichsmaßnahme und dem Umweltbericht sollte nun einer der Hauptstreitpunkte entkräftet werden.

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Plan sieht jetzt Einzelhäuser in einzelnen Baufenstern vor

Ferner wurden die Festsetzungen des Bebauungsplans so geändert, dass auf der 1,7 Hektar großen Fläche, dessen Eigentümer und Erschließungsträger das Salemer Bauunternehmen Bernhard Straßer ist, nicht mehr als 68 Wohneinheiten entstehen können. Um dies zu gewährleisten, wurden die zusammenhängenden Baufenster für die Einzelhäuser in einzelne Baufenster aufgeteilt. So sei, erklärte Hornstein, ausgeschlossen, dass die Baufenster für Einzelhäuser in Doppelhaushälften aufgeteilt werden und auf diesem Weg mehr Wohneinheiten geschaffen werden könnten. Für die vier Mehrfamilienhäuser entlang der Markdorfer Straße werden maximal jeweils acht Wohneinheiten zugelassen. Hornsteins Ausführungen zufolge wurde in den eingegangenen Einwendungen häufig reklamiert, dass mehr als 68 Wohneinheiten entstehen könnten und damit der Verkehr in dem Wohnquartier entsprechend umfangreicher werde.

Lärmemissionen erhöhen sich nicht signifikant

Eine erneute schalltechnische Untersuchung hat ergeben, dass durch den Verkehr in dem neuen Wohnquartier kaum Mehrbelastungen an Lärmemissionen auf die Bebauung in der Aachstraße wirken würden. In einigen Fällen, so Hornstein, komme es sogar zu kleinen Verbesserungen, weil durch die Häuser entlang der Bahnlinie etwas vom Lärm des Zugverkehrs geschluckt werde. An einzelnen Häuser im neuen Wohnquartier sind Schallschutzvorkehrungen vorgesehen.

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