Auf dem Affenberg gibt es Nachwuchs. Nicht nur die Störche kümmern sich um ihre Tierkinder. Auch die Berberaffen tragen inzwischen vier Kleine durch das Tiergehege. Weitere folgen, wie Roland Hilgartner, Leiter des Affenbergs, berichtet. Der bisherige Affennachwuchs stammt aus allen drei Gruppen. Wer einen Blick auf die Küken und Affenbabys erhaschen möchte, hat ab kommenden Montag, 25. Mai, Gelegenheit dazu. Dann öffnet der Park nach der Winterpause wieder. Aufgrund der Corona-Pandemie wird weitaus später gestartet als üblich.

Video: Reiner Jäckle

In einem Pressetext heißt es: „Eigentlich hätte die Saison des Affenbergs Salem am 14. März starten sollen, aber die aktuelle Situation wollte es anders.“ Unter Beachtung aller Maßnahmen zum Infektionsschutz geht es am Montag wieder los. Roland Hilgartner beschreibt die Öffnung als „Start unter besonderen Umständen“. Wegen der geltenden Abstands- und Hygieneregeln wurden verschiedene Vorkehrungen auf dem Affenberg getroffen. Laut Hilgartner will man in allen Belangen gewappnet sein.

  • Online-Tickets: Bereits bei der Einfahrt greift die erste Neuerung: Denn der Zugang zum Gelände ist nur mit gültigen Online-Tickets möglich. Diese müssen über die Internetseite des Affenbergs http://www.affenberg-salem.de gebucht werden. Die Besucher können zwischen einem Besuch am Vormittag zwischen 9 und 13 Uhr oder am Nachmittag zwischen 13 und 17.30 Uhr wählen. So sollen nach Angaben der Verantwortlichen Warteschlangen in allen Bereichen vermieden werden.

Maskenpflicht zum Schutz von Mensch und Tier

  • Maskenpflicht: Zutritt hat nur, wer während seines Besuchs und überall auf dem Affenberg eine Mund-Nasen-Maske trägt. „Diese dient dem Schutz der Besucher, der Mitarbeiter und nicht zuletzt auch der Berberaffen“, heißt es weiter. Die Art der Maske bleibt den Besuchern selbst überlassen, lediglich Mund und Nase müssen bedeckt sein. Kinder unter sechs Jahren sind vom Tragen einer Maske ausgenommen. Entsprechend gilt auf dem gesamten Gelände des Affenbergs – wie in vergleichbaren Einrichtungen, im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkaufen – die Maskenpflicht.
Ein Berberaffe sitzt in einem Baumwipfel.
Ein Berberaffe sitzt in einem Baumwipfel. | Bild: Jäckle, Reiner
  • Kein Popcorn: In der momentanen Situation dürfen die Berberaffen nicht mit Popcorn gefüttert werden. „Wir wissen natürlich, dass die Fütterung unserer Affen durch unsere Gäste mit Popcorn zu den Highlights eines Besuchs bei uns gehört. Wir möchten aber in jedem Fall vermeiden, dass sich Schlangen bilden und damit unseren Teil dazu beitragen, dass der Abstand zwischen unseren Besuchern, unseren Mitarbeitern und unseren Tieren gewahrt bleibt“, wird Parkleiter Roland Hilgartner zitiert. Diese Maßnahme habe auch ihr Gutes, „denn unsere Mitarbeiter sind ja da und haben dadurch deutlich mehr Zeit, mit ihrem Wissen für alle Fragen rundum unsere Tiere zur Verfügung zu stehen“.
  • Keine moderierten Schaufütterungen: Ebenfalls aus Gründen des Infektionsschutzes finden keine moderierten Schaufütterungen statt. Diese verursachen in der Regel Ansammlungen von Menschen, teilt der Park weiter mit.
  • Eigene Stifte: Das Fragespiel für Kinder gibt es auch weiterhin. Wer Lust hat, bei diesem Quiz
    mitzumachen, der wird aber gebeten, einen eigenen Stift mitzubringen. Auch auf Facebook werden Rätselfragen gestellt. Kinder und Erwachsene können hier Eintrittskarten für den Affenberg gewinnen. Gefragt ist Biologiewissen.
Video: Reiner Jäckle
  • Shop und Schänke: Sowohl bei der Einfahrt als auch im Bereich von Shop und Schänke sind die Online-Tickets notwendig, nicht erst beim Betreten des Geheges. Die Schänke ist für die Mitnahme von kleinen Speisen und Getränken geöffnet. Auch der Souvenirladen ist geöffnet. Maximal zehn Personen dürfen gleichzeitig im Shop sein. Eine Kontrolle erfolgt laut Mitteilung über die Ausgabe von Einkaufskörben, die jeweils frisch desinfiziert werden. Die Kassen und sonstige Ausgabestellen sind mit Plexiglasscheiben und Abstandsmarkierungen versehen, an den WC-Anlagen gibt es Spender für Desinfektionsmittel.

Parkleiter: „Besuch dennoch ein bleibendes Erlebnis“

Parkleiter Roland Hilgartner sagt: „Wir sind uns sicher, dass ein Besuch bei uns dennoch ein bleibendes Erlebnis ist. Auf dem gesamten Rundweg sind immer wieder spannende Verhaltensweisen unserer Berberaffen zu entdecken, die von unserem geschulten Info-Team kompetent erklärt werden.“

Video: Reiner Jäckle

Der Affenberg will Wissenswertes vermitteln. Etwa beim Beobachten der Tiere im Umgang mit ihrem Nachwuchs. Was nach Mutter-Vater-Kind-Beziehung aussieht, kann zum Beispiel eine sogenannte Triade sein. Dabei handelt es sich um einen Verband aus zwei Männchen und einem Baby, das als sozialer Vermittler zwischen den beiden dient.

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Die Freude darüber, dass der Affenberg am Montag wieder öffnet, ist groß bei den Angestellten. Hinsichtlich des Maßnahmenkatalogs setzt man auf das Verständnis und die Solidarität der Besucher, „zu ihrem eigenen Schutz und für die Sicherheit unseres Teams und der Affen“, sagt Roland Hilgartner.

Hier sitzt schon ein Storchenjungtier im Horst und übt kräftig das Flattern.
Hier sitzt schon ein Storchenjungtier im Horst und übt kräftig das Flattern. | Bild: Jäckle, Reiner

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