Bei der Vorstellung des zweiten Teils ihrer Salem-Saga nahm Schlossverwalterin Birgit Rückert das Publikum mit auf eine Zeitreise ins Rom des 15. Jahrhunderts.

Der Torkel des Schlosses Salem war komplett gefüllt, gespannt lauschten die Zuhörer, darunter Hausherr Prinz Michael von Baden und seine Frau Prinzessin Christina, wie die Geschichte um den Leiter des Salemer Skriptoriums, Johannes Scharpfer, in „Schatten über Salem„ weitergeht.

Prinz Michael von Baden und seine Frau Prinzessin Christina (rechts) lauschten neben vielen anderen Zuhörern gespannt den Abenteuern, die Mönch Johannes Scharpfer im zweiten Band der Salem-Saga erlebt.
Prinz Michael von Baden und seine Frau Prinzessin Christina (rechts) lauschten neben vielen anderen Zuhörern gespannt den Abenteuern, die Mönch Johannes Scharpfer im zweiten Band der Salem-Saga erlebt. | Bild: Manuela Klaas

Wie bereits in ihrem Debütroman „Das Geheimnis von Salem„ verwebt Rückert auch im Folgeband geschickt Fiktion und geschichtliche Fakten, was dem Geschehen eine besondere Spannung verleiht.

Abermals spielt die Handlung auf zwei Zeitebenen und auch der Überlinger Arzt Matthias Reichlin von Meldegg und seine Tochter Magdalena treten erneut als Protagonisten auf.

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Mit einem Mord in den Straßen Roms, in den Reichlin von Meldegg unschuldig verwickelt wird, fesselt Rückert ihre Zuhörer gleich zu Beginn der Lesung.

Zur selben Zeit verschwindet in Salem die Unabhängigkeitsurkunde des Klosters. Der Salemer Abt betraut Scharpfer mit der Untersuchung beider Verbrechen, der daraufhin in die Ewige Stadt reist. „Die Inspiration zum Buch lieferte eine Reise, die von dem Salemer Mönch Matthäus Rot aufgeschrieben wurde.

Er fuhr im Jahr 1650 nach Rom, um dort die Wahl seines Abtes bestätigen zu lassen“, verriet Rückert, die zwischen den Textpassagen näher auf die im Buch vorkommenden historischen Personen und Hintergründe einging.

Georg Reichlin-Meldegg, ein direkter Nachfahre des berühmten Überlinger Arztes, hielt die Einführung zur Lesung.
Georg Reichlin-Meldegg, ein direkter Nachfahre des berühmten Überlinger Arztes, hielt die Einführung zur Lesung. | Bild: Manuela Klaas

Georg Reichlin-Meldegg, ein Nachfahre des berühmten Arztes, hielt bei der Premierenlesung die Einführung. Rückblickend verrät Reichlin-Meldegg, dass er zunächst schockiert gewesen sei, als er den ersten Band vor gut eineinhalb Jahren in Händen hielt: „Was um alles in der Welt hatte seine Familie – und sei es auch im 15. Jahrhundert – mit einer Kriminalgeschichte zu schaffen?“

Und so begann er selbst zu recherchieren und stieß – seinen eigenen Worten nach – auf erstaunliche Geschichten voller Gewalt und Unvermögen. Über Birgit Rückert sagt er, sie sei eine großartige Mediävistin (Mittelalterforscherin), „die ihr Fachwissen gekonnt ins Buch einflicht“.

Bericht zum ersten Band der Salem-Saga:

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