Wohin mit Büchern, die bereits gelesen wurden, für die die Kinder zu alt geworden sind oder die doch nicht den eigenen Geschmack getroffen haben? Fürs Wegwerfen sind sie viel zu schade, schließlich haben sie Geld gekostet und können noch anderen Lesern eine Freude bereiten. Eine Abgabemöglichkeit bieten so genannte öffentliche Bücherschränke, in die Bürger ihre Bücher stellen können. Diese werden dann von anderen Interessenten wieder entnommen – und finden dadurch neue Besitzer. Auch in und um Salem werden an verschiedenen Stellen solche öffentlichen Bücherschränke angeboten.

  • Salem: Seit Mitte April dieses Jahres ist am Kreisel in Salem-Stefansfeld ein Bücherschrank zu finden. Aufgestellt hat ihn der Förderverein Stefansfelder Brunnen mit Unterstützung durch die Gemeinde Salem und den Salemer Bauhof. Bereits jetzt ist der Bücherschrank laut Förderverein gut gefüllt.
  • Stetten: Nicht in einen Schrank, sondern in eine alte Telefonzelle können ausgediente Bücher in Stetten in Zukunft gestellt werden. Zwei ehrenamtliche Bürgerinnen arbeiten an der Umgestaltung der Kabine, wie Bürgermeister Daniel Heß bereits im Juni im Gemeinderat erklärte. Nach der Fertigstellung soll sie am Dorfplatz beim Brunnen aufgestellt werden.
  • Owingen: Auch in Owingen steht ein öffentliches Bücherregal bereit. Zu finden ist es auf dem Rathausplatz neben dem Eingang der Sparkasse. Ein Vorbau des Gebäudes sorgt laut Gemeinde dafür, dass die Bücher auch bei Wind und Regen nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.
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  • Uhldingen-Mühlhofen: Wie die Gemeinde Uhldingen-Mühlhofen mitteilt, ist im Ortsteil Unteruhldingen direkt am Ufer ein öffentliches Bücherregal zu finden. Es steht am Naturstrand in der Nähe der Pfahlbauten und der Schiffanlegestelle.
  • Frickingen: Das öffentliche Bücherregal in Frickingen befindet sich auf dem Platz hinter dem Rathaus. Es steht bereits seit April des vergangenen Jahres den Bürgern zur Verfügung und wurde laut der Gemeinde von Mitarbeitern des Bauhofs gebaut. Die Patenschaft und damit die Instandhaltungsarbeiten hat der Inhaber der Linzgau Buchhandlung, Michael Schlageter, als Ehrenamt übernommen.
Das öffentliche Bücherregal in Frickingen steht auf dem Platz hinter dem Rathaus. Mitarbeiter des Bauhofs hatten es hergestellt.
Das öffentliche Bücherregal in Frickingen steht auf dem Platz hinter dem Rathaus. Mitarbeiter des Bauhofs hatten es hergestellt. | Bild: Gemeinde Frickingen - Birgit Bergmüller
  • Sipplingen: Wie die Gemeinde auf Anfrage mitteilt, gibt es in Sipplingen bereits seit vielen Jahren ein öffentliches Bücherregal, das auf dem Rathausplatz steht. Gebaut und aufgestellt wurde es von Schülern der Burkhard-von-Hohenfels-Schule, die das Projekt gemeinsam mit einem Lehrer umsetzten. Betreut wird es von einer Bürgerin.
  • Daisendorf: In Daisendorf findet sich seit dem vergangenen Jahr ein öffentliches Bücherregal. Es handelt sich hierbei um eine alte Telefonzelle, um die sich eine Bürgerin als Patin kümmert.
  • Meersburg: Von der Stadtbücherei ins Leben gerufen wurde das öffentliche Bücherregal der Stadt Meersburg. Gepflegt wird es laut der Stadt unter anderem von Anne Wachter und der Autorin Monika Taubitz. Zu finden ist es am Zollhaus beim Hafen der Bodensee-Schifffahrt.
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  • Überlingen: Nicht nur ein, sondern gleich drei öffentliche Bücherregale sind in Überlingen zu finden. Das erste davon wurde bereits 2009 in Betrieb genommen. Heute steht ein Regal an der Seepromenade am Eingang zum Kurgarten, das zweite beim Kauf-Kiosk beim Helios-Spital und das dritte ist im Ostbad untergebracht. Ins Leben gerufen wurden sie vom Verein Lesezeichen, die Standplätze wurden vom städtischen Werkhof hergerichtet. Die Mitglieder des Vereins kümmern sich um die Instandhaltung, aber auch Anwohner helfen laut Schriftführerin Birgit Liesching mit. Befüllt werden die Bücherregale nicht nur durch Bürger, die ihre Bücher abgeben möchten, sondern auch durch den Verein Lesezeichen, der dort Bücherspenden unterbringt.
  • Nußdorf: Seit dem Jahr 2012 steht auf der Südseite des Dorfgemeinschaftshauses an der Straße Zum Salm das öffentliche Bücherregal des Überlinger Ortsteils Nußdorf. Entstanden ist es durch eine Initiative einiger Nußdorfer Bürger, die vom Ortschaftsrat unterstützt und vom Nußdorfer Förderverein finanziert wurde. Um das Regal kümmern sich einige Freiwillige. Sie sorgen unter anderem für die Entsorgung von Dingen, die dort abgelegt wurden, für die das Regal nicht vorgesehen ist, wie Dietram Hoffmann vom Förderverein erklärt. Dazu gehören alte VHS-Kassetten und alte Schulhefte.
Die Abgabe von Stimmen steht derzeit nicht zur Verfügung. Wir bitten um Verständnis.