Information in der neuen Gemeindemitte fertiggestellt sein wird, will die Gemeinde mit einem innerörtlichen Personennahverkehr starten. Das Angebot soll eine Ergänzung zum überörtlichen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sein. In der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend stellte Gemeinderat Klaus Bäuerle, der Vorsitzende des im vergangenen Jahr eingerichteten Bürgerbusausschusses, ein überarbeitetes Konzept vor.

Ursprüngliche Pläne verworfen

Ursprünglich war geplant gewesen, einen Bürgerbus einzurichten, der es ermöglicht hätte, sich direkt zu einem bestimmten Ziel befördern zu lassen. Nach Angaben der Verwaltung musste ein solches Modell, das beispielsweise in Bad Liebenzell eingerichtet wurde, aufgrund einer erfolgreichen Klage eines Taxiunternehmens aber wieder verworfen werden.

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Anbindung von derzeit unterversorgten Teilorten

Aufgrund dessen tendiert man in Salem jetzt dazu, zweigleisig zu fahren. Eine der beiden Komponenten wäre Bäuerles Darstellung zufolge ein Bürgerbus, der den ÖPNV vor allem in nicht oder stark unterversorgten Teilorten ergänzen soll. Das Angebot soll dem Personenbeförderungsgesetz unterliegen. Über das vom Bodenseekreis aufgelegte Programm „Emma“ könne eine Konzession beantragt werden, führte er weiter aus. Planung und Disposition könnten seinen Angaben zufolge über den Verkehrsverbund Bodensee-Oberschwaben (Bodo) laufen.

Sozialer Fahrdienst für mobilitätseingeschränkte Menschen

Die zweite Komponente wäre ein sozialer Fahrdienst für mobilitätseingeschränkte Menschen, die dann direkt an der Haustür abgeholt und wieder dorthin gebracht würden. Vorgesehen ist, dass die Bürgerbusse von ehrenamtlichen Fahrern gelenkt werden, die über einen Förderverein rekrutiert und eingesetzt werden sollen. Dieser soll in rund einem Monat, am 29. Juli, gegründet werden.

Ein Beschluss wurde vom Gemeinderat noch nicht herbeigeführt. Bürgermeister Manfred Härle bat den Bürgerbusausschuss, ein klar strukturiertes Konzept vorzulegen, aus dem hervorgeht, was die Verwaltung in die Wege zu leiten hat.