Salem (mt) Morgen kommt das Christkind – und Valentin hat morgen Geburtstag. Der Noch-Fünfjährige aus Tüfingen hat im Augenblick aber eine andere aufregende Geschichte zu erzählen. Er hat sich vor Kurzem seine Hand verbrüht. "Die Polizei hat mich abgeholt und zum Krankenhaus gefahren. Und als sie mich abholten, kamen unten die Räder raus", erzählt der Kleine in großer Aufregung. Es war der Rettungswagen und das Gestell von der Trage, rückt Mutter Tina Steidle-Frick die Erzählung richtig.

Wie er seinen Geburtstag feiert, weiß Valentin sehr genau. "Zum Frühstück kommen alle und es gibt Geburtstagsgeschenke", erzählt der Vorschüler. "Ja, es gibt immer ein großes Frühstück mit der Verwandtschaft", bestätigt Mutter Tina. "Und dann gehen wir in die Kirche", nimmt Valentin den Faden wieder auf. Am Nachmittag machen Valentin und sein größerer Bruder Benedikt beim Krippenspiel in der katholischen Kirche Mimmenhausen mit. Im vergangenen Jahr war auch die große Schwester Laura noch mit dabei, jetzt hilft sie hinter den Kulissen.

Nach dem Abendessen ist an Heiligabend dann diee Weihnachtsbescherung. "Ich bekomme ganz viel Geschenke", weiß Valentin zu berichten. Ein Ablauf, der im Hause Steidle schon seit jeher eingespielt ist. Am meisten hatte sich wohl Opa Arthur Steidle über das Christkind Valentin gefreut. Valentin hatte es eilig, auf die Welt zu kommen: drei Wochen vor dem errechneten Termin, pünktlich zu Heiligabend. "Opa und Enkel konnten aber nur einmal gemeinsam Geburtstag feiern", erinnert sich Tina Steidle-Frick, dann starb Arthur Steidle. Morgen feiert die Familie mit Valentin und dem Christkind, und irgendwie ist Opa auch mit dabei.