Beim Tennisclub Salem (TCS) hält das digitale Zeitalter Einzug. An seiner Tennishalle hat der Club ein Onlinebuchungssystem installieren lassen. Über dieses System lässt sich die komplette Hallenverwaltung abwickeln. Am Samstag, 17. März, wird die Anlage in Betrieb genommen. Ab da ist auch der Zugang zur Halle zwischen 8 und 16 Uhr nur noch durch die Eingabe eines Codes an der Eingangstür möglich. "Für uns ist das System eine große Erleichterung", sagt TCS-Vorsitzender Lothar Bröski. "Wir müssen keinen Hallenbelegungsplan mehr führen und auch keine Hallenkasse."

Dies alles erledigt künftig das Online-System. Für die Hallennutzer hat es den Vorteil, dass sie rund um die Uhr per Smartphone, Tablet oder Computer einen Platz buchen können. Und sie können auf demselben Weg bis sechs Stunden vor dem Belegungszeitpunkt ihre Buchung kostenlos stornieren. Bislang nahmen die Wirtsleute der Hallengastronomie die Platzbuchungen entgegen, telefonisch oder persönlich in der Halle. Sie schlossen auch die Halle auf und achteten auf die Einhaltung der Spielzeiten. Dafür mussten sie aber ab 8 Uhr in der Halle präsent sein und ihr Tag endete erst nach Mitternacht. So lange kann in der Salemer Tennishalle gespielt werden. Dass der Familie Meddur diese langen Präsenzzeiten zu viel wurden, kann Lothar Bröski verstehen. Zumal, wie er sagt, bis zum späten Nachmittag in der Gastronomie nur mäßiger Umsatz gemacht wird. "Unsere Wirtsleute, mit denen wir sehr zufrieden sind, wollten wir aber auf keinen Fall verlieren", betont der TCS-Vorsitzende. Künftig öffnet die Gastronomie erst um 16 Uhr. Alles, was mit dem Hallenbetrieb zu tun hat, wird über das neu installierte System abgewickelt. Wer einen Hallenplatz gebucht hat, erhält auf elektronischem Weg einen Code zugesandt, mit dem die Eingangstür zur Halle geöffnet werden kann. Und zwar frühestens eine halbe Stunde vor der Belegungszeit. Das Licht auf dem belegten Platz schaltet sich fünf Minuten vor dem gebuchten Spielbeginn automatisch ein und fünf Minuten nach Ablauf der gebuchten Stunde automatisch wieder aus. Es ist also nicht möglich, dass über die gebuchte Spielzeit hinaus gespielt werden kann, auch wenn der Platz zuvor oder danach nicht belegt ist.

Die Resonanz unter den Hallennutzern auf das Online-Buchungssystem fiel unterschiedlich aus. "Unter den jüngeren Generationen findet es sehr positiven Anklang", sagt Lothar Bröski. Bei den älteren Spielern gebe es noch gewisse Vorbehalte. "Aber das wird sich schnell legen", ist der TCS-Vorsitzende überzeugt. Denn wenn man sich einmal in dem System registriert habe, laufe alles reibungslos. In der Tennishalle liegen Infoblätter aus, die alles erklären, was zu tun ist. Installiert und betrieben wird das Online-Buchungssystem von der österreichischen Firma Tennis 24. Für die Installation musste der Club 11 000 Euro zahlen, für den laufenden Betrieb werden 80 Euro monatlich fällig. "Dafür werden der Vorstand des Clubs und die Wirtsleute arbeitsmäßig aber erheblich entlastet", betont Lothar Bröski. Und da alle Hallenbuchungen über Online-Banking abgewickelt werden, befinde sich kein Bargeld mehr in der Tennishalle, auf das es in der Vergangenheit schon mehrfach Einbrecher abgesehen hatten.

Tennisclub Salem

Der TCS hat 300 Mitglieder. Er verfügt über neun Freiluftsandplätze und vier Hallensandplätze mit LED-Beleuchtung. Die Tennisschule Rockstroh bietet Einzel-, Gruppen- und Mannschaftstraining an. Für die bevorstehende Verbandsrunde sind vier Jugendmannschaften, acht Herren- und fünf Damenmannschaften gemeldet. Zum Buchungssystem gelangt man über www.tennis04.com/salem oder www.tc-salem.de unter der Kategorie Tennishalle.