Die Bagger und Planierraupen, die am 5. März mit der Erschließung des Neubaugebiets Stefansfeld Nord-Ost begonnen haben, haben schon sichtbare Konturen in die Wiesen- und Ackerfläche gezeichnet. "Die Arbeiten sind sehr gut angelaufen", sagte Diplom-Ingenieur Felix Boenigk von der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung beim Spatenstich. "Wir wollen auch weiter aufs Tempo drücken, um so früh wie möglich die Bebauung zu ermöglichen", erklärte Felix Boenigk. Angepeilt wird Mai 2019. Die Baufreigabe könnte, wenn das Wetter vor allem im Winter keine Kapriolen schlägt, auch schon etwas früher erfolgen, weckte Boenigk leise Hoffnungen. Den potenziellen Häuslebauern dürfte das recht sein. "Es vergeht kaum ein Tag, an dem bei uns keine Anfrage nach einem Bauplatz eingeht", erklärte Bürgermeister Manfred Härle.

Eigentlich wollte die Gemeinde schon vor zwei Jahren im Neubaugebiet Stefansfeld Grundstück im ersten Bauabschnitt erschließen. Dann aber bot sich die Möglichkeit für die Gemeinde, noch weitere zwei Hektar Gelände zu erwerben. So wurde der Bebauungsplan auf 5,5 Hektar erweitert. Das Neubaugebiet erstreckt sich jetzt von der Wohnsiedlung Weildorfer Hardt bis über die Firma Kugler hinaus.

"Mit den 68 Bauplätzen hoffen wir, einen Beitrag leisten zu können, um den Druck von dem dringenden Bedarf an Wohnungen etwas zu reduzieren und damit gleichzeitig auch etwas gegen die die explodierenden Mieten beizutragen", sagte der Bürgermeister. Zudem entstehe hier ein attraktives Wohngebiet. Dabei verwies Härle besonders auf das viele Grün und den geplanten Kinderspielplatz. Außerdem sei der Bau eines drei- bis viergruppigen Kindergartens vorgesehen.

"Wir wollen eine qualitativ gute Erschließung abliefern", erklärte Felix Boenigk. Dazu gehört auch, dass jedes Grundstück einen Glasfaseranschluss bekommt. Die Erschließungsträgerschaft hat die Gemeinde der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung übertragen, da das eigene Bauamt zurzeit mit einer Reihe anderer Projekte, vor allem der Neuen Mitte, ausgelastet ist. Die LBBW Immobilien Kommunalentwicklung hat die Funktion eines Generalunternehmers. Sie beauftragt in eigener Regie die Baufirmen und übergibt dann ein fertig erschlossenes Baugebiet an die Gemeinde. Die Erschließungskosten für das Neubaugebiet in Stefansfeld, Planung und Erschließungsarbeiten zusammengenommen, bezifferte Boenigk auf rund 5,9 Millionen Euro. Umgelegt auf den vermarktungsfähigen Baugrund, kommt der Erschließungsanteil auf 155 Euro pro Quadratmeter Baufläche.

 

Neubaugebiet Stefansfeld

Das Neubaugebiet Stefansfeld erstreckt sich auf 5,5 Hektar. Darauf sind 68 Bauplätze vorgesehen, 62 Grundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser und sechs für Mehrfamilienhäuser. Bis spätesten Mai nächsten Jahres sollen die Erschließungsarbeiten abgeschlossen sein und die Baufreigabe erfolgen. Der Salemer Gemeinderat wird die Grundstückspreise noch festlegen. Ab sofort können bei der Gemeinde Bauplatzbewerbungen per E-Mail an bauamt@salem.de abgegeben werden.