Noch bis Mitte März ist der Affenberg für Besucher geschlossen. Langweilig ist es den mehr als 200 Berberaffen in dem Park am Mendlishauser Hof in Tüfingen trotzdem nicht. Roland Hilgartner, Leiter des Affenbergs, berichtet: „Die Affen befinden sich genauso wie im Sommer in unserem 20 Hektar großen Freigehege. Herbst bis Frühwinter ist übrigens bei den Berberaffen Paarungszeit.“ Im Frühling kommen die Babys laut Hilgartner zur Welt. „Wir rechnen ab April mit dem ersten Nachwuchs. Im Mai und Juni sind aber in der Regel die häufigsten Geburten“, sagt der Biologe.

Die kleinsten Affen frieren im Winter am meisten. Im Mai und Juni gibt es die häufigsten Geburten.
Die kleinsten Affen frieren im Winter am meisten. Im Mai und Juni gibt es die häufigsten Geburten. | Bild: Roland Hilgartner

Mit der kalten Witterung kommen die Berberaffen gut zurecht. „Sie sind bestens an die klimatischen Bedingungen angepasst. Sie haben ein dichtes Winterfell und einen kompakten Körperbau, um den Wärmeverlust zu vermindern“, sagt Hilgartner. Und weiter: „An ganz kalten Tagen kuscheln die Tiere miteinander, um sich gegenseitig warm zu halten. Dabei dürfen die Kleinsten in die Mitte.“ Außerdem gibt es den Kältesitz. Hilgartner: „Beim Kältesitz sind die Gliedmaßen ganz eng am Körper, die Hände zwischen den Beinen.“ Im Prinzip sei der einzige Kontaktpunkt auf dem Ast oder der Sitzoberfläche über die Sitzschwielen am Hintern.

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Die Affen werden genauso wie während der Saison von den Menschen versorgt. „Hierfür habe ich ein kleines Team, das sich ausschließlich um die Fütterungen kümmert und den Bestand täglich überwacht“, sagt Hilgartner: „Auch im Winter füttern wir jeden Tag frisches Futter – Obst und Gemüse – sowie Weizen und verteilen es ganz weitläufig im Gehege.“ Pro Tag sind es 90 Kilogramm Obst und Gemüse sowie 30 Kilogramm Getreide, wie der Biologe angibt. Allerdings fänden die Affen auch noch einiges an natürlicher Nahrung, wie beispielsweise Bucheckern vom Herbst. Ein spezielles Winterfutter gebe es nicht und sei auch nicht notwendig, erklärt Roland Hilgartner auf die Frage, ob momentan anders gefüttert werde.

Roland Hilgartner leitet den Affenberg in Salem.
Roland Hilgartner leitet den Affenberg in Salem. | Bild: Hilser, Stefan

Das Affenberg-Team nutzt die Wintermonate für Renovierungs- und Erneuerungsarbeiten. „Als Outdoorveranstaltung würde es sich auch nicht lohnen, den Park im Winter geöffnet zu lassen“, ist Hilgartner überzeugt. Saisoneröffnung sei dieses Jahr am 16. März.

Eintrittspreise ab 16. März: Erwachsene 9, ermäßigt 8 Euro, Saisonkarte 50 Euro; Kinder von sechs bis 15 Jahren 6, ermäßigt 5 Euro, Saisonkarte 25 Euro. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt.

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