Die ersten in der über 50 Meter langen Warteschlange vor dem Neufracher Prinz-Max-Kulturforum war die Familie Opitz. Die Töchter Calotta und Madita sollten jeweils passende Skiausrüstungen für die anstehende Wintersaison bekommen. Wie viele Kenner des Skibasars, waren sie rechtzeitig vor Öffnung der Tore gekommen, um noch die breite Auswahl zu haben. „Am Vormittag haben wir schon die alten Skiausrüstungen zum Verkauf abgegeben“, erzählte Mutter Viktoria Opitz. Bis zur Öffnung reihten sich hinter ihr viele Wintersportler ein. Die Warteschlange zog sich bis hinter das Rathaus an der Leutkircher Straße, über 50 Meter hin.

Vor der Öffnung des Skibasars bildet sich eine lange Wartschlange. Sie zieht sich über 50 Meter hin, bis hinter das Rathaus.
Vor der Öffnung des Skibasars bildet sich eine lange Wartschlange. Sie zieht sich über 50 Meter hin, bis hinter das Rathaus. | Bild: Mardiros Tavit

Mehr als 1250 Artikel standen dieses Jahr zum Verkauf bereit, 300 weniger als vergangenes Jahr. Wie die Opitz‘ hatten am Vormittag viele ihre alte Skiausrüstung zum Verkauf abgegeben. Doch nicht nur Skier und Skistöcke warteten auf neue Eigentümer. Artikel aus dem ganzen Spektrum des Wintersports wurden angeboten: Snowboards, Brillen, Schlittschuhe, Rodel, Skischuhe, -helme, -kleidung und -handschuhe waren gut sortiert aufgereiht.

Nur mit passender Ausrüstung fahren

Das Vorgehen von Familie Opitz empfiehlt auch Bernd Kroschewski, Skilehrer und Freerider im Skiclub Salem. „Kinder sollten nur mit passender Ausrüstung fahren. Die Skier, Schuhe und Helme nicht auf Vorrat kaufen“, denn erstens, hätten die Kinder dann keinen Spaß auf der Piste und zweitens, wäre es auch unsicher. Für die alte Ausrüstung würden die Eltern immer ein paar Euro bekommen und die sollten lieber eine gute, gebrauchte Ausrüstung günstig kaufen.

Keine zehn Minuten nach Öffnung der Tore, gibt es im Saal kaum noch ein Durchkommen. Besonders nachgefragt werden Kinderausrüstungen.
Keine zehn Minuten nach Öffnung der Tore, gibt es im Saal kaum noch ein Durchkommen. Besonders nachgefragt werden Kinderausrüstungen. | Bild: Mardiros Tavit

So war der Andrang auf die Kinderartikel extrem hoch. Dieses Jahr hatten sich die Veranstalter etwas neues ausgedacht und alle Kinder-Ausrüstungen in einer Abteilung zusammengetragen. Familie Opitz fand hier die gewünschten Skier und die passenden Schuhe. Auch Vater Lenard fand ein paar neue Skier für sich.

Nach einer Stunde leert sich der Saal

Eine Stunde nach Öffnung war der große Saal merklich leerer. Im Gegensatz zum Beginn, waren lange Warteschlangen vor den drei Kassen nicht zu beobachten. Die eingesetzte moderne Technik erleichterte die Arbeit: Handscanner und Barcodes beschleunigten den Kassiervorgang. An den Kassen, nur fröhliche Gesichter: Vor allem die Augen der Kinder leuchteten.

Neue Ausrüstungen für Medita (links) und Carlotta sollten es sein. Am Ende findet Vater Lenard Opitz zusätzlich ein Paar Skier für sich.
Neue Ausrüstungen für Medita (links) und Carlotta sollten es sein. Am Ende findet Vater Lenard Opitz zusätzlich ein Paar Skier für sich. | Bild: Mardiros Tavit

Achim Knobelspies, Vorsitzender des Skiclubs, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verkauf. „Die Erlöse des Skibasars kommen der Jugend zu Gute.“ Auch sei der Skibasar für den Club die Eröffnung für die neue Wintersaison. Die Kinder- und Jugendarbeit sei das Herzstück der Vereinsarbeit. Vierzig Skilehrer würden sich wieder um das Winterprogramm, unter anderem mit den beliebten Skihäschenhütten, kümmern.