Als Studenten haben Maximilian Randlinger (Flöte), Leonie Dessauer (Oboe), Christoph Schneider (Klarinette), Hakan Isiklilar (Fagott) und Friedrich Müller (Horn) ihr Ensemble Canorusquintett 2009 gegründet und spielen seit zehn Jahren in dieser Formation zusammen.

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Alle Musiker haben feste Orchesterstellen und nutzen die orchesterfreie Zeit für Proben und Konzerte. Zum dritten Mal waren sie jetzt schon in Schloss Salem zu Gast und eröffneten mit dem leichtfüßigen Divertimento in B-Dur, KV 270 von Wolfgang Amadeus Mozart das Konzert. Einen tragischen Ausgang nimmt das tschechische Märchen „Die Mittagshexe“ von Karel Jaromir Erben. Antonin Dvorak setzte diesen Text in einer Sinfonischen Dichtung für großes Orchester um.

Damals eine absolute Neuheit

Klarinettist Christoph Schneider arrangierte das dramatische Orchesterwerk kongenial für das Canorusquintett: eine Mutter, die ihrem schreienden Kind mit der Mittagshexe droht und später von ihrem Mann ohnmächtig mit dem toten Kind im Arm gefunden wird. Antoine Reichas Quintett in D-Dur op. 91.3 war damals eine absolute Neuheit. Mit den heiklen Klangmöglichkeiten seiner Bläserquintette machte er damals den Streichquartetten erfolgreich Konkurrenz. Die Themen wandern von Stimme zu Stimme, besonders im schmelzenden lyrischen und getragenen Adagio.

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Die Musiker des preisgekrönten Canorusquintetts beherrschten ihre Instrumente souverän und virtuos, spielten mit unglaublichem musikalischen Ausdruck, gestalteten und differenzierten. Ihre Spielfreude und ihr wunderbares Zusammenspiel waren hörbar zu erkennen. Mit Mozart begann das Konzert, mit Mozart endete es. In der Serenade Nr. 11 in Es-Dur KV 375 wurde das Publikum mit dem ersten mehrfach wiederholten Es-Dur Akkord angenehm überrascht.

Publikum applaudiert begeistert

Im weiteren Verlauf waren mozärtliche Klänge aus Opern zu erkennen, das Werk endete in tänzerischen Passagen. Das Publikum im Kaisersaal applaudierte begeistert und hörte als Zugabe einen Jagdsatz aus einem Haydschen Divertimento.