Die im kommenden Jahr in Überlingen stattfindende Landesgartenschau wirft ihren Schatten voraus, bis zu dem benachbarten Verein Bodensee-Linzgau Tourismus (BLT), der die Gemeinden Salem, Frickingen, Heiligenberg, Owingen und Herdwangen-Schönach touristisch vermarktet. Wie in der Mitgliederversammlung bekannt gegeben wurde, wird sich der BLT am Landkreispavillon mit einem Bauernmarkt unter dem Motto "Salemertal genießen" beteiligen. Heike Steurer aus Owingen-Taisersdorf wurde zum dritten Mal zur Vorsitzenden gewählt.

Der neue Vorstand des Bodensee Linzgau Tourismus (von links): Edwin Hügle, Renate Biselli, Karl-Norbert Leykauf, Katharina Grundler-Meschenmoser, Inge Schwehr, Vorsitzende Heike Steurer, Sven-Erik Sonntag, Mika Sebastiani und Eva Jaulneau.
Der neue Vorstand des Bodensee Linzgau Tourismus (von links): Edwin Hügle, Renate Biselli, Karl-Norbert Leykauf, Katharina Grundler-Meschenmoser, Inge Schwehr, Vorsitzende Heike Steurer, Sven-Erik Sonntag, Mika Sebastiani und Eva Jaulneau. | Bild: Peter Schober

Mit dem Ausscheiden der Gemeinde Daisendorf zum Ende vergangenen Jahres hat sich in der zwölfjährigen Geschichte des Vereins eine kleine Zäsur ergeben. "Trotz intensiver Gespräche mit Bürgermeisterin Jacqueline Alberti und den Gemeinderäten ist es uns nicht gelungen, einen Verbleib von Daisendorf in unserer touristischen Gemeinschaft zu erreichen", sagte Heike Steurer. Trotzdem sei die Mitgliederzahl des BLT stabil geblieben. Die durch das Ausscheiden von Daisendorf verlorenen Mitglieder hätten durch Neuzugänge in den vier verbleibenden Trägergemeinden kompensiert werden können. Der Verein hat augenblicklich 128 Mitglieder. "Der Austritt von Daisendorf wird uns nicht umbringen", erklärte Salems Bürgermeister Manfred Härle. Den Beitrag von 11 000 Euro, den die Gemeinde Daisendorf bisher zur Finanzierung des BLT beigesteuert habe, werde von den verbleibenden fünf Kommunen aufgefangen. Weiter sagte Härle: "Wir spielen zwar nicht in der ersten Bodenseeliga, aber wir haben ein überzeugendes und attraktives Angebot."

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Das spiegelt sich auch in den wiederum gestiegenen Übernachtungsangeboten wieder. Nach Angaben von BLT-Geschäftsführerin Jutta Halder haben sie im vergangenen Jahr um 3,1 Prozent zugenommen. Damit liegt der BLT-Bereich um einen halben Prozentpunkt über der Zunahmestatistik des Bodenseekreises. In diesem Jahr will der BLT 31 000 Euro für Marketingmaßnahmen ausgeben. Unter anderem nannte Geschäftsführerin Halder die Teilnahme an etlichen Prospektbörsen und Messen. Im Hinblick auf die Landesgartenschau in Überlingen soll das Gastgeberverzeichnis neu aufgelegt werden. Weiter ist auch eine Neuauflage des Prälatenweg-Flyers vorgesehen. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der Verein einen neuen Internet-Auftritt zugelegt, der potenziellen Gästen einen virtuellen Spaziergang durch die Mitgliedsgemeinden ermöglicht und Informationen zu Unterkünften, Touren und Ausflugsmöglichkeiten bietet.

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Im vergangenen Jahr hat der Verein in seiner Bilanz ein Minus von rund 5500 Euro verzeichnet. Den Einnahmen von 154 000 Euro standen Ausgaben in Höhe von 159 000 Euro gegenüber. In diesem Jahr rechnet der Verein jedoch wieder mit einem positiven Ergebnis. Dem Wirtschaftsplan zufolge, den Jutta Halder vorlegte, mit einem Plus von knapp 8000 Euro.

Linzgau ein "Linzwow"

In einem Kurzreferat ging Rainer Schwarz, Geschäftsführer der Agentur für Kommunikation in Tübingen, auf Faktoren ein, die wichtig sind, um auch in Zukunft im Tourismusgeschäft gut bestehen zu können. Dabei hob er so ganz einfache Attribute wie Freundlichkeit und Zuverlässigkeit, aber auch Qualität der Unterbringung, die Mobilität und die Landschaft hervor. "Der Linzgau", so fasste er zusammen, "hätte durchaus auch die Bezeichnung "Linzwow" verdient.