Die Mannschaftsstärke der Freiwilligen Feuerwehr Salem ist im Vergleich zum vergangenen Jahr von 140 auf 148 Männer und Frauen angestiegen. In der Jahresversammlung wurden die neuen aktiven Mitglieder von Kommandant Jochen Fuchs per Handschlag verpflichtet. Jürgen Nell wurde in geheimer Wahl in seinem Amt als erster stellvertretender Kommandant bestätigt. Norbert Walser löste als zweiter stellvertretender Kommandant Günther Nell ab. Dieser bewarb sich nicht mehr für dieses Amt.

Kommandant Jochen Fuchs.
Kommandant Jochen Fuchs. | Bild: Peter Schober

Im vergangenen Jahr hatte die Feuerwehr nach Angaben von Jochen Fuchs so viele Einsätze wie seit langem nicht mehr. 147 Mal musste sie ausrücken. Zu allen Tages- und Nachzeiten. Die Zahl der Einsatzstunden summierte sich auf 4510. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 1000 Stunden. Rechnet man die Zeit für Übungen, Ausbildung und Lehrgänge hinzu, addiert sich die geleistete Dienstzeit auf über 10 000 Stunden oder 72 Stunden für jedes aktive Mitglied. "Das ist eine stolze Leistung, die hohe Anerkennung verdient", betonte der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Fischer.

Hohe Ehrung für zwei ehemalige Kommandanten der Salemer Feuerwehr: Der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Fischer (rechts) gratuliert Timo Keirath (links) und Günther Laur (Mitte) zur Verleihung des Deutschen Ehrenkreuzes in Silber beziehungsweise der Ehrennadel in Gold des Landes Baden-Württemberg. Bild: Peter Schober
Hohe Ehrung für zwei ehemalige Kommandanten der Salemer Feuerwehr: Der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Fischer (rechts) gratuliert Timo Keirath (links) und Günther Laur (Mitte) zur Verleihung des Deutschen Ehrenkreuzes in Silber beziehungsweise der Ehrennadel in Gold des Landes Baden-Württemberg. Bild: Peter Schober

Die Einsätze der Feuerwehr waren vielfältiger Natur. 77 Mal wurde Feueralarm gegeben, 49 Mal wurde sie zu technischen Hilfeleistungen gerufen, sei es bei Verkehrsunfällen, zur Beseitigung von umgestürzten Bäumen oder zur Tierrettung. 37 Mal waren es Brandmeldeanlagen, die Alarm auslösten, weil beispielsweise auf einem Herd etwas angebrannt war oder Räucherstäbchen angezündet wurden. Am Bildungszentrum löste ein Versuch im Chemieunterricht die Brandmeldeanlage aus.

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Dampfender Dunghaufen

"Die Zahl der Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen ist leider stabil geblieben", sagte Kommandant Fuchs. Auch die Dürre des vergangenen Sommers und die damit verbundene hohe Brandgefahr hat der Feuerwehr mitunter ein Schnippchen geschlagen. Schriftführerin Bärbel Blumenstein berichtete von einem dampfenden Dunghaufen, den ein besorgter Beobachter für einen Brand gehalten habe. Drei Mal wurde es für die Salemer Feuerwehr aber auch richtig ernst, als sie, allerdings im Rahmen der Überlandhilfe, zu Großbränden ausrücken musste.

Lob vom Bürgermeister

Bürgermeister Manfred Härle zollte der Wehr reichlich Lob. "Unsere Feuerwehr zeichnet sich durch einen top Ausbildungszustand und durch hervorragende Ausrückezeiten aus", sagte er. Die Gemeinde unterstütze die Wehr beständig durch die Bereitstellung einer guten Ausrüstung. Unter anderem verwies Härle darauf, dass sie den Antrag auf Bezuschussung einer neuen Drehleiter gestellt habe. Möglicherweise könne schon im Herbst dieses Jahres die Ausschreibung erfolgen.

Ehrung für Laur und Keirath

Was aber wäre eine gute Ausrüstung, wenn es nicht Leute gäbe, die sich mit Leib und Seele in den Dienst der Feuerwehr stellen würden? Dies machte Michael Fischer deutlich, als er in seiner Funktion als stellvertretender Kreisbrandmeister und als stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Günther Laur das Feuerwehrehrenzeichen des Landes in Gold und Timo Keirath das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber überreichte. Beide sind von Jugend an in der Feuerwehr und haben es bis zum Gesamtkommandanten gebracht. Jochen Fuchs dankte zudem Artur Schiele und Wolfgang Blaser für ihre 25-jährige Tätigkeit als Abteilungskommandant in Salem-Stefansfeld beziehungweise Weildorf.