Bürgermeister Manfred Härle strebt eine dritte Amtszeit an. Dies kündigte er beim gestrigen Neujahrsempfang an, zu dem rund 500 Gäste, darunter Prinz Michael von Baden, die Bundes- beziehungsweise Landtagsabgeordneten Lothar Riebsamen, Martin Hahn und Klaus Hoher, sowie Vertreter der Kirchen, verschiedener Behörden und der Schulen gekommen waren. In eineinhalb Stunden vermittelte Härle in Wort und Bild und imposanten musikalischen Umrahmung durch die Jugendkapelle, unter Leitung von Mathias Walser, einen ebenso informativen wie fassettenreichen Rückblick auf das Gemeindegeschehen im Jahr 2019 und einen Ausblick auf das Jahr 2020.

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Zu Beginn seiner Neujahrsrede warf Manfred Härle einen kurzen Blick auf die weltpolitische Bühne. Das Jahr 2019 sei geprägt gewesen von zahlreichen Kundgebungen und Protesten. Unter anderem verwies er dabei auf den wachsenden Zuspruch für die Fridays-for-Future-Bewegung. Ein süffisantes Raunen ging bei Härles Anmerkung durch die Reihen, dass auch US-Präsident Donald Trump mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Themenfeldern die Welt in Atem gehalten habe.

Gabi Bröski wünscht dem Grünenpolitiker Martin Hahn ein gutes neues Jahr.
Gabi Bröski wünscht dem Grünenpolitiker Martin Hahn ein gutes neues Jahr. | Bild: Peter Schober

Einwohnerzuwachs im Land und in der Kommune

Weiter erwähnte Härle den ständigen Einwohnerzuwachs im Land und in der Kommune. Damit gehe ein Druck auf den Wohnungs- und Arbeitsmarkt, auf die Verkehrsinfrastruktur sowie auf die Kleinkindbetreuung einher. Dieser Druck gehe auch an der Gemeinde Salem nicht spurlos vorüber. Diesem Umstand habe man rechtzeitig Rechnung getragen. Explizit nannte er den im Bau befindlichen zweigruppigen Kindergarten an der Hermann-Auer-Grundschule in Neufrach sowie die laufende Planung eines sechsgruppigen Kindergartens in Stefansfeld. In puncto Wohnungsangebot verwies er auf das Neubaugebiet in Stefansfeld sowie auf die Neue Mitte an der Schlossseeallee in Mimmenhausen, wo 208 Wohnungen entstehen.

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Mit dem Bauverlauf und der Bauabwicklung zeigte sich Härle sehr zufrieden. Das neue Rathaus, die öffentliche Tiefgarage und auch der Rathausplatz seien nahezu fertiggestellt. Für Mitte April sei der Bezug des neuen Rathauses geplant. In diesem Zusammenhang verwies Härle darauf, dass nachträglich noch eine deutliche Aufstockung der Fördermittel erzielt werden konnte.

Mehr als 500 Hände schütteln Bürgermeister Manfred Härle und seine Frau Claudia beim Neujahrsempfang. Unter den Gästen befindet sich auch August Lohr, langjähriger Gemeinderat und Stefansfelder Ortsreferent. Bilder: Peter Schober
Mehr als 500 Hände schütteln Bürgermeister Manfred Härle und seine Frau Claudia beim Neujahrsempfang. Unter den Gästen befindet sich auch August Lohr, langjähriger Gemeinderat und Stefansfelder Ortsreferent. Bilder: Peter Schober | Bild: Peter Schober

Jahrhundertprojekt „Neue Gemeindemitte„

Dies habe mit dazu beigetragen, dass man entgegen der Haushaltsplanung 2019 die eingestellte Rücklagenentnahme für die neue Gemeindemitte in Höhe von fünf Millionen Euro nicht benötigen werde und diese Mittel deshalb für andere Projekte eingesetzt werden könnten. Ende dieses Jahres sei man mit dem Jahrhundertprojekt „Neue Gemeindemitte„ durch und könne den Haushalt wieder auf ein Normalmaß zurückfahren. Im Weiteren ging Bürgermeister Härle auf die nach der Kommunalwahl im vergangenen Jahr veränderten parteipolitischen Kräfteverhältnisse im Gemeinderat ein.

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Mit jeweils sechs Sitzen bewegten sich die drei großen Fraktionen – CDU, Freie Wähler und Grüne offene Liste – jetzt auf Augenhöhe. Den Start in die neue Legislaturperiode bewertete Härle als „hart in der Sache, aber sehr professionell und konstruktiv im Austausch und in der Umsetzung“. Als sehr positiv und sehr harmonisch habe er die gemeinsame Klausurtagung in Ottobeuren empfunden. Dabei habe man sich auf ganz lockere Art und Weise über aktuelle Themen sowie über Zukunftsthemen der Gemeinde ausgetauscht.

Der Andrang ist grpß: Im Prinz-Max-Saal bleibt beim Neujahrsempfang kein Platz mehr frei.
Der Andrang ist grpß: Im Prinz-Max-Saal bleibt beim Neujahrsempfang kein Platz mehr frei. | Bild: Peter Schober

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