Mehr als die Hälfte der 45-jährigen Geschichte der Motorsportgemeinschaft Salemertal wurde von Alfred Hörth als deren Vorsitzender geprägt. Dieses Amt hatte er 26 Jahre lang inne. Im vergangenen Jahr, im Alter von 65 Jahren, legte er die Verantwortung in jüngere Hände.

Im Rahmen einer Mitgliederversammlung wurde ihm nun die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg verliehen. "Wer 26 Jahre lang die Verantwortung für einen Verein getragen hat, hat eine so hohe Anerkennung verdient", sagte Bürgermeister Manfred Härle. Unter Hörths Ägide hat sich in der Motorsportgemeinschaft einiges getan.

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Bürgermeister Härle erinnerte an erster Stelle an den zwischen 2004 und 2006 mit viel Eigenleistung erfolgten Bau des Vereinsheims. Nachdem der Rohbau bereits errichtet gewesen sei, habe dieser wieder abgerissen werden müssen, weil die Gemeinde das Gelände für den neuen Bauhof benötigt habe. In einer solchen Situation dann neu zu starten und ein neues Gebäude in geringer Entfernung hochzuziehen, gehe nur, wenn es einen Macher wie Alfred Hörth gebe, der mit Energie voraus marschiere, betonte Härle.

Viele Aktivitäten auf die Beine gestellt

Aber auch viele motorsportliche Aktivitäten wurden in der Hörth-Ära angestoßen und realisiert. Manfred Härle erwähnte unter anderem die Jugend-Kartgruppe, die 1995 auf die Beine gestellt wurde und bis heute erfolgreich unterwegs ist. Aus dem Bericht von Sportleiter Willi Jackisch ging hervor, dass die MSG Salemertal im vergangenen Jahr mit Max Engesser und Pirmin Ermler gleich zwei südbadische Meister im ADAC Slalom Youngster-Cup stellte. Des Weiteren gehen die über viele Jahre hinweg veranstalteten Bildersuchfahrten, Geschicklichkeitsturniere, die Pannenkurse und nicht zuletzt die vor drei Jahren aus der Taufe gehobene Oldtimergruppe auf die Ära Hörth zurück.

Die versammelten Vereinsmitglieder geizten nicht mit Beifall, als ihr früherer Vorsitzender die Landesehrennadel ans Revers geheftet bekam. "Mir fehlen die Worte", zeigte sich Alfred Hörth überrascht. Wenn die Gemeinschaft so gepflegt werde wie bisher, sei es ihm nicht bange um den Verein, so der Geehrte.