Hans Wöhler war die große Entdeckung in der Ausstellung des Kreisseniorenrats. Seine ungewöhnlichen Bilder weckten besondere Aufmerksamkeit bei den Besuchern. Immer wieder musste er seine Arbeitsweise erklären. Vor allem seine Arbeitsmaterialien für seine Strukturbilder brachten die Kunstinteressierten zum Staunen.

Werke mit besonderer Struktur

„Marmormehl und Sumpfkalk“ oder „Marmormehl mit Kaffeesatz“ sind zwei seiner unkonventionellen Kombinationen, die er für seine Mischtechnik verwendet. „Damit entstehen Strukturen, die ich nicht beeinflussen kann“, klärt der ehemalige Raumfahrtingenieur auf. Somit sei jedes Bild einmalig und nicht reproduzierbar. Die Farben setzt er selbst mit Farbpigmenten an. Er arbeitet auf Leinwand, aber auch auf Kaffeesack. „Gerissen, aber nicht kaputt – arbeiten mit dem Verlust“ nannte er die Serie seiner titellosen Werke, die er ausstellte. Die Interpretation der dreidimensionalen, gegenstandslosen Bilder überlässt er den Betrachtern.

Alle zwei Jahre gibt es eine Ausstellung

Der 71-Jährige war einer der 19 Aussteller, die dieses Jahr an der Ausstellung des Kreisseniorenrats teilgenommen haben. Seit über 20 Jahren organisiert der Kreisseniorenrat alle zwei Jahre die Ausstellung „Senioren kreativ“ für künstlerisch tätige Senioren. Im Generationenhaus an der Salemer Schlossseeallee fanden sich Senioren aus so unterschiedlichen Richtung wie Malerei, Holzschnitzkunst, Kalligrafie, Textilkunst, Fotografie oder Modellbau ein.

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Verantwortlich für die Ausstellung waren der neue Kreisseniorenratsvorsitzender Walter Schmid und seine Stellvertreterin Regina Debler-Griger. „Ich bin mit dem Zuspruch zufrieden. Unser Ziel, Menschen zueinander zu führen, haben wir erreicht“, resümierte Schmid. Für die musikalische Unterhaltung sorgte der Chor „Just for Fun“ der Musikschule Salem mit seiner Chorleiterin Margit Koch-Nedela. Bei den populären Liedern zum Mitsingen erwiesen sich die kunstinteressierten Besucher überraschend textsicher.