Zu der zweiten Klima-Demo der Rickenbacher Klima-Kids kamen nur noch ein Drittel der 60 Demonstranten, die beim ersten Mal dabei waren. Erstaunlich fanden die Dorfkinder, dass sich viele Freunde entschuldigt abgemeldet haben. Kein gewöhnlicher Vorgang bei einer öffentlichen, politischen Demonstration. Sie verlieren allerdings nicht den Mut und werden weiterhin für ihr Anliegen im Dorf demonstrieren.

Zu der zweiten Demo der Rickenbacher Klima-Kids kamen deutlich weniger als zur Premiere. Aber die Kinder wollen sich nicht entmutigen lassen, und zogen lautstark mit ihren Forderungen durch das Dorf.
Zu der zweiten Demo der Rickenbacher Klima-Kids kamen deutlich weniger als zur Premiere. Aber die Kinder wollen sich nicht entmutigen lassen, und zogen lautstark mit ihren Forderungen durch das Dorf.

Bei ihrer ersten Demonstration durften die Kinder ihren Demonstrationszug nur über ein Privatgrundstück zum Dorfbrunnen führen. Diesmal wollten sie über die Lipperstreuter Straße, der Hauptverkehrsachse in Rickenbach, ziehen. Doch das wurde von den Aufsichtsbehörden verwehrt.

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So sammelten sich die Rickenbacher Klima-Kids am Dorfgemeinschaftshaus, gingen für eine kleine Kundgebung zum Dorfbrunnen, um dann über die Dorfbachstraße, die ruhig im Dorfinnern liegt, zum anderen Ende des Dorfes zu ziehen. Mitgebracht hatten sie wieder allerlei Lärminstrumente, skandierten ihren Protestruf „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut“ und waren bei strahlenden Sonnenscheinen am Freitagnachmittag bester Laune. Im Kreis sangen sie das eigens für ihre Demonstrationen gedichtete Lied.

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Walter Waggershauser, Rickenbachs Ortsreferent, lobte die Kinder für ihren Einsatz für ihre eigene Zukunft einzustehen und forderte sie auf, mit ihrem Engagement nicht aufzuhören. Die Schüler Helen, Lara und Joshua trugen ihre Forderungen vor. Diesmal hatten sie das Thema „Gebraucht und neu“ mit Vorschlägen zum Energie- und Rohstoffsparen. Hierfür hatten sie auch eine Gebrauchtkleiderbörse vorbereitet.

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Ihren Willen sich nicht entmutigen zu lassen und weiter zu machen, zeigten die Klima-Kids, indem ihre nächste Demonstration im Dorf schon planen. Am Freitag, 28. Juni, ab 14 Uhr wollen sie sich wieder am Dorfgemeinschaftshaus treffen. Diesmal nutzen sie auch das Netzwerk ihrer Unterstützerin Margit Mattes. Deren Freundin Bê Ignacio, brasilianische Weltmusikerin, wird vor ihrem Auftritt in Friedrichshafen einen Halt im kleinen Rickenbach einlegen.