Schon kommendes Jahr soll im Altbau der Hermann-Auer-Grundschule in Neufrach eine zweigruppige Kindertagesstätte eröffnet werden. So strebt es Salems Bürgermeister Manfred Härle an. Der Gemeinderat stimmte in seiner jüngsten Sitzung bei zwei Gegenstimmen der überabeiteten Planung zu und beauftragte die Verwaltung, die Baumaßnahmen auszuschreiben. Die Kosten werden auf rund 2 Millionen Euro geschätzt.

Mit der Baumaßnahme gehen Sanierungsmaßnahmen und eine Erweiterung des Gebäudes einher, das aus dem Jahr 1955 stammt. In die überarbeitete Planung ließ das Uhldinger Architekturbüro MMP verschiedene Anregungen einfließen, die aus den Reihen des Gemeinderats gekommen waren. Unter anderem soll eine kleine Lehrküche eingebaut werden. Weiter wird von dem Balkon, der den Kindergartenräumen vorgelagert ist, eine Außentreppe zum Schulhof angelegt. So können die Kinder direkt ins Freie gelangen. Zwischen Schulgelände und Spielplatz soll ein kleiner überdachter Aufenthaltsbereich geschaffen werden, damit die Kindergartenkinder auch bei nicht so schönem Wetter draußen sein können.

Auf Anregung aus dem Gemeinderat hat sich das Architekturbüro bemüht, zusätzliche Parkplätze einzuplanen. Sechs Stellplätze sind nach Angaben von Architekt Tobias Müller durch die Landesbauordnung vorgeschrieben. Zehn Stellplätze könnten es werden. "Die Platzverhältnisse sind eben sehr beengt", erklärte Müller. Aber im Umkreis von 200 bis 300 Metern zur Schule sei eine Reihe von Parkmöglichkeiten vorhanden. Ob die Eltern allerdings solche Entfernungen akzeptieren würden, weckte unter den Ratsmitgliedern Zweifel.

"Wir sollten unbedingt ein Parkkonzept erarbeiten", regte Gemeinderätin Henriette Fiedler (FWV) an und stieß damit auf offene Ohren. Bürgermeister Manfred Härle wäre es am liebsten, wenn die Gemeinde noch ein Stück von der Wiese erwerben könnte, die an die Schule angrenzt. Franz Jehle (CDU) hielt es für eventuell möglich, an der Auffahrt zur Schule einige Parkplätze anzulegen. Allerdings müsste dafür die dortige Hecke geopfert werden. Auf jeden Fall will die Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro noch einmal die Möglichkeiten ausloten.

Eine erfreuliche Nachricht hatte Kämmerer Michael Lissner für den Gemeinderat: "Unser Antrag auf Schulbauförderung ist grundsätzlich positiv beschieden worden." Aus der Schulbauförderung erwartet die Gemeinde etwa 310 000 Euro. Mit 240 000 Euro wird aus der Kindergartenförderung gerechnet. Und schließlich hofft der Kämmerer, dass aus dem Ausgleichstock des Landes 250 000 Euro kommen. Im günstigsten Fall käme so eine Gesamtförderung von 800 000 Euro zusammen.

Die Maßnahmen

  • Einrichtung einer zweigruppigen Kindertagesstätte
  • Einrichtung einer Mensa
  • Modernisierung der Toiletten und neues barrierefreies WC
  • Freigelände für den Kindergarten
  • Energetische Modernisierung der Fassade