Die Gestaltung eines der markanten Elemente der Außenanlagen um das neue Rathaus steht noch aus. Für den vorgesehenen Brunnen mit Bachlauf zum Schlosssee hat das Freiburger Planungsbüro „Faktorgrün“ verschiedene Varianten ausgearbeitet. Zu einer Entscheidung ist es im Gemeinderat aber nicht gekommen. Die Vorschläge reichen von einer Fontänenanlage über einen mit einem Wasserfilm überströmten Natursteintisch bis zu elf Stelen in einem Betontrog. Die elf Stelen sollen die elf Teilorte der Gemeinde symbolisieren. Ein Wow-Effekt blieb am Ratstisch allerdings aus, als Bauamtsleiter Torsten Schillinger die einzelnen Vorschläge vorstellte.

Stephanie Straßer (FWV) fand die Stelen eher störend. Bei Petra Herter (CDU) kam das Fontänenfeld gut an, weil die Kinder daran ihren Spaß hätten. Peter Frick (CDU) meinte, man sollte sich erst über das Grundsätzliche einig werden. „Wollen wir etwas Modernes oder einen herkömmlichen Brunnen?“ Ulrike Lenski (GoL) regte an, regionale Künstler bei der Gestaltung einzubinden. In diese Richtung hat die Verwaltung bereits vorgefühlt. „Aber“, so erklärte Bürgermeister Manfred Härle, „da stehen für die Entwürfe Kosten im Raum, die ich dem Gemeinderat gar nicht vorstellen wollte.“

Ulrich König (FDP) brachte Findlinge als Gestaltungselemente ins Spiel. Mit ihnen könne ein Bezug zur Landschaft geschaffen werden. Bürgermeister Härle drängte darauf, eine Marschrichtung festzulegen. „Wir müssen den weiten Fächer an Gestaltungsmöglichkeiten auf eine Linie bringen“, erklärte er. Das soll nun eine „Kreativabteilung“ aus dem Rat bis Ende Juli leisten. Und wenn Bürger irgendwo einen netten Brunnen sähen, so Härle, könnten sie ja ein Foto an die Gemeindeverwaltung schicken.