Im Gewerbegebiet Neufrach-Ost sind wieder Planierraupen angerückt. Am Montag war der Spatenstich zur vierten Erweiterung. Sie umfasst eine Fläche von vier Hektar. Davon hat sich die in Salem ansässige Firma Innosystec bereits ein Grundstück mit rund 7200 Quadratmetern gesichert. Sie will hier bis zu 150 Arbeitsplätze schaffen.

Älterer Bereich fast vollständig bebaut

Im Jahr 2007 kaufte die Gemeinde östlich des ursprünglichen Gewerbegebiets acht Hektar für die Ausweisung weiterer Gewerbeflächen. In drei Bauabschnitten wurde diese Fläche dem Bedarf entsprechend erschlossen und mittlerweile nahezu vollends bebaut.

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Vier von zehn Hektar werden jetzt erschlossen

Ende 2016 konnte die Gemeinde im Anschluss daran weitere zehn Hektar erwerben. Davon sollen vier Hektar jetzt in einem ersten Bauabschnitt erschlossen werden. Bürgermeister Manfred Härle betonte beim Spatenstich: "Wir wollen auch weiterhin an dem Grundsatz festhalten, immer nur etappenweise Vorratsflächen zu erschließen." In erster Linie sollen die Gewerbegrundstücke einheimischen Betrieben zur Verfügung gestellt werden. Härle erklärte, bis auf ganz wenige Ausnahmen seien die Unternehmen, die sich im Neufracher Gewerbegebiet niedergelassen haben, schon vorher in Salem ansässig gewesen und hätten sich vergrößert.

Innosystec will Platz für bis zu 150 Mitarbeiter schaffen

So ist es auch bei der Firma Innosystec, die sich auf der jetzigen Erweiterungsfläche als erste ein 7200 Quadratmeter großes Grundstück gesichert hat. Das Unternehmen, das bisher sein Domizil im Gewerbepark Salem hat, ist auf dem Gebiet Softwareentwicklung tätig. Es entwickelt IT-Lösungen zur Archivierung, Darstellung und Analyse großer Datenvolumen im Bereich Internetsicherheit.

"Die Firma Innosystec ist ein sehr stark wachsendes Unternehmen", sagte Rainer Liesenkötter. Der Wirtschaftsingenieur aus Salem-Mimmenhausen ist mit der Projektsteuerung des geplanten Bauvorhabens betraut. In einem ersten Bauabschnitt wolle die Firma Räumlichkeiten für 100 Mitarbeiter schaffen, berichtete Liesenkötter. In einem zweiten Bauabschnitt könnten dann Arbeitsplätze für weitere 50 Mitarbeiter entstehen.

Startschuss für die Erweiterung des Gewerbegebiets: Von links Bürgermeister Manfred Härle, Thomas Otto und Markus Stauss (Tiefbauunternehmen Strabag), Dirk Langenbach (Ingenieurbüro Langenbach), Wolfgang Siedersleben (Erschließungsträger RBS Wave), Rainer Liesenkötter (Projektsteuerer), Rico Goede (EnBW), Torsten Schillinger (Salemer Bauamtsleiter) und Alexander Keßler (Bauamtamt Salem. Bereich Tiefbau).
Startschuss für die Erweiterung des Gewerbegebiets: Von links Bürgermeister Manfred Härle, Thomas Otto und Markus Stauss (Tiefbauunternehmen Strabag), Dirk Langenbach (Ingenieurbüro Langenbach), Wolfgang Siedersleben (Erschließungsträger RBS Wave), Rainer Liesenkötter (Projektsteuerer), Rico Goede (EnBW), Torsten Schillinger (Salemer Bauamtsleiter) und Alexander Keßler (Bauamtamt Salem. Bereich Tiefbau). | Bild: Peter Schober

Bürgermeister: weitere Anfragen für Grundstücke

"Die Planungen für das neue Firmengebäude sind in vollem Gang", freute sich Bürgermeister Manfred Härle. Er rechnet damit, dass mit dem Bau im Sommer begonnen werden kann. Bis dahin dürften auch die Erschließungsarbeiten soweit erledigt sein, schätzt er. Es lägen bereits Anfragen für weitere Gewerbegrundstücke in dem Erweiterungsgebiet vor.

Erschließung kostet rund 3 Millionen Euro

Mit der Erschließung wurde die Firma RBS Wave, eine Tochter der Energie Baden-Württemberg (EnBW), beauftragt. Die Erschließungskosten belaufen sich einschließlich einer 3100 Quadratmeter großen öffentlichen Grünfläche auf rund 3 Millionen Euro. Überplant wurde die Erweiterungsfläche von dem Überlinger Ingenieurbüro Langenbach.