Die Höhe der Summe hat alle überrascht: "Wir sind sehr stolz auf euch alle, dass wir als Schulfamilie 7710,27 Euro eingenommen haben", verkündeten die Moderatorinnen Nele, Marie, Amelie, Sarah und Verena bei der Feier zum Abschluss des Spendenlaufs. Der Jubel über die unerwartet hohe Spendensumme fiel bei den 79 Mitorganisatoren am Freitagnachmittag entsprechend groß aus. Schüler mit aufgemalten Ziffern liefen munter durcheinander, bis sie sich endgültig zur exakten Summe formierten. Die Freude über das gemeinsam Erreichte spiegelte sich in fröhlichen Gesichtern wieder.

Motiviert geht es an die Arbeit

79 Siebtklässler der Gemeinschaftsschule hatten das Projekt gemeinsam entwickelt und umgesetzt. Aufgeteilt in Gruppen machten sie sich an die Arbeit. Die einen bereiteten beschriftete Lauf-Schnipsel zum Rundenzählen vor, die anderen stellten Musik und Übungen für das Warm-Up zusammen. "Wir haben sogar Werbung gemacht über Plakate und Durchsagen während der Schulzeit", erzählten die Schüler.

Erlös geht an verschiedene Projekte

Mit Motivationssprüchen haben die Zwölfjährigen auf ihre Aktion aufmerksam gemacht. Auf Stellwänden informierten sie über die drei Spendenziele. Der Lauferlös soll an die Krebsstation der Ulmer Kinderklinik, an das Internationale WWF-Zentrum für Meeresschutz sowie die Lese-Rechtschreibförderung der Schule gehen. Die Ideen kamen dabei aus der gesamten Schule.

Die Schüler und ihre Schulleiterin sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Die Schüler und ihre Schulleiterin sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. | Bild: Martina Wolters

Entstanden ist die Projektidee aus einer Unterrichtsreihe "Wir und die Welt um uns herum". "Plötzlich haben die Jugendlichen gemerkt, dass es nicht allen Menschen so gut geht, wie ihnen selbst", sagt Kathy Jöckel, eine der betreuenden Lehrerinnen. Zum Beispiel sei ihnen zu Ohren gekommen, dass ein schwer kranker BZ-Schüler derzeit in der Ulmer Klinik behandelt wird. In die Projektarbeit haben die Gemeinschaftsschüler viel Zeit investiert.

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Extrastunden und so manche Mittagspause gingen dabei drauf. Selbstverständlich lief mancher Siebtklässler auch mit. Eltern, Freunde und Nachbarn wurden zum Mitmachen angeregt. Insgesamt konnten die jungen Leute 457 Spender mobilisieren. 206 Läufer brachten es schließlich am 2. Oktober auf gesamt 1257 Laufrunden.

Nele, Ida und Antonia (von links) erzählen vom Zusammenhalt in den Arbeitsgruppen.
Nele, Ida und Antonia (von links) erzählen vom Zusammenhalt in den Arbeitsgruppen. | Bild: Martina Wolters

Besondere Bestleistungen belohnte das Moderatorenteam mit handgemachten Urkunden. Eine Ehrenurkunde ging beispielsweise an die Klasse 7a, die die meisten Runden, nämlich 114, innerhalb von 15 Minuten absolviert hatte. Jede Sonderleistung honorierten die rund 400 anwesenden Schüler und ihre Lehrer mit großem Applaus.

Schulleiterin ist stolz auf Schüler

Die begeisterte Schulleiterin Bettina Schappeler durfte symbolisch einen Scheck entgegennehmen. Sichtlich erfreut bedankte sie sich bei der "Phase 7" für die gesamte Organisationsarbeit. Es sei herausragend, dass sie mit so viel Engagement so viel Geld eingenommen hätten. Die Oberstudienrätin betonte das "Verantwortungsbewusstsein der 79 Schüler" angesichts der Verwendungszwecke für kranke Kinder, für individuelle Lernförderung und gegen Plastik in Weltmeeren. "Ich bin wirklich stolz auf euch, weil ihr gezeigt habt, was man als Gemeinschaft bewegen kann", sagte die Rektorin zum Abschluss sichtlich bewegt.