Hubert Einholz, Vorsitzender des BLHV-Ortsverbandes, lässt die Äußerungen von SPD-Gemeinderat Arnim Eglauer nicht unkommentiert. Eglauer hatte mit seiner Stellungnahme eine größere Debatte ins Rollen gebracht.

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Zum SÜDKURIER-Bericht "Sie wollen Flächen erhalten", in dem das Aktionsbündnis Grünzug vorgestellt wurde, hatte er geschrieben: "Fast könnte man darauf hereinfallen zu glauben, das Aktionsbündnis würde eine ökologisch wertvolle Fläche verteidigen."

Tatsächlich gehe es um intensiv landwirtschaftlich genutzte Fläche, "schädlings- und unkrautfrei gespritzt und auf maximalen Ertrag gedüngt". Und weiter: "Diese Nutzung ist nicht zu verurteilen, aber ökologisch sind diese Monokulturen mit ihren Begleiterscheinungen eine reine Katastrophe."

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Einholz wiederum schreibt als Reaktion darauf, dass Eglauer über Landwirte und ihre Wirtschaftszweige "in abwertender Weise" urteile, obwohl er sie nicht kenne, "und obwohl er selbst in der Landwirtschaft keine fachlichen Kenntnisse hat".

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Einholz fühlt sich persönlich angegriffen und antwortet: "Die von ihm benannten Flächen werden von mir zum Teil schon seit 30 Jahren bewirtschaftet, meist in einer fünfgliedrigen Fruchtfolge, was bedeutet, dass sich alle fünf Jahr die Kultur wiederholt, also keine Monokultur stattfindet."

Vorschriftsmäßig würden alle fünf Jahre Bodenuntersuchungen vorgenommen in Bezug auf Nährstoffe, "und es muss auch jährlich eine ausgeglichene Düngebilanz nachgewiesen werden". Die Flächen würden vorschriftsmäßig "nach integrierter Pflanzenproduktion" bewirtschaftet.

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Einholz: "Herr Eglauer schreibt, dass der maximale Ertrag durch Düngung erzielt wird, dies ist aber durch die Düngeverordnung gar nicht erlaubt und auch ist es für uns Landwirte aus wirtschaftlicher Sicht nicht erstrebenswert, den maximalen Ertrag zu erzielen, da dadurch die Kosten gegenüber dem Ertrag unverhältnismäßig hoch wären."

Er als Landwirt freue sich darüber, dass die GOL im Gemeinderat und die Grünen eine Stellungnahme zum Grünzug und zum Regionalplan abgegeben haben. So erwartet Hubert Einholz, dass auch die anderen Fraktionen eine Stellungnahme abgeben, "da dies schon ein Jahr lang Thema in Salem ist und jede Fraktion auch eine Meinung dazu hat".