„Für sie machen wir das alles“, sagt Jörg Allgaier, Vereinsvorsitzender des Rot-Weiß Salem, und zeigt auf die vielen Kinder und Jugendlichen auf und neben den Spielfeldern im Schlosssee-Stadion. „Die Kinder- und Jugendarbeit bedeutet für den Verein alles“, fügt er hinzu. Nur so könne Rot-Weiß seine Zukunft sichern. Mehr als die Zukunftssicherung des Vereins ist dem Vorsitzenden das Wohl der Kinder und deren Entwicklung in der Gemeinschaft wichtig.

Jörg Allgaier, Vorsitzender des Rot-Weiß Salem: „Für die Kinder machen wir das alles. Mir geht mein Herz auf, wenn ich die glücklichen Kinder auf dem Fußballplatz sehe.“
Jörg Allgaier, Vorsitzender des Rot-Weiß Salem: „Für die Kinder machen wir das alles. Mir geht mein Herz auf, wenn ich die glücklichen Kinder auf dem Fußballplatz sehe.“ | Bild: Mardiros Tavit

1500 junge Spieler machen Turnier der Superlative aus

Mit 1500 Nachwuchskickern von fünf bis 15 Jahren ist der zehnte HSM-Schlossseecup wieder ein Fußballturnier der Superlative. 127 Kinder- und Jugendmannschaften spielten am Wochenende in neun Spielklassen den Schlossseecup aus.

„Speziell im Gastrobereich greifen viele Hände ineinander. Die Verpflegung der Mannschaften hat einen hohen Stellenwerk.“Ralf Bühler, Küchenchef des Turniers
„Speziell im Gastrobereich greifen viele Hände ineinander. Die Verpflegung der Mannschaften hat einen hohen Stellenwerk.“Ralf Bühler, Küchenchef des Turniers | Bild: Mardiros Tavit

Girls Day für Juniorinnen

Ein besonderes Augenmerk legten die Veranstalter auf Juniorinnen. Mit dem Sonntag, dem Girls Day, bekamen sie ihren eigenen Spieltag.

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Hirschlanden-Schöckingen kommt mittlerweile mit zehn Mannschaften

Es gibt viele Faktoren für den Erfolg. „Die Anlage mit dem Anschluss an den Schlosssee. Die Möglichkeit, vor Ort zu zelten. Die gute Verpflegung. Jeder von den Helfern ist freundlich und hilfsbereit“, zählt Jochen Kremer auf. Als Abteilungsleiter der SVgg Hirschlanden-Schöckingen hatte er vor fünf Jahren nach einem Jugendturnier am Bodensee gesucht. Beim Rot-Weiß Salem und dessen Schlossseecup wurde er fündig. Kam er damals mit einer Mannschaft, so nimmt sein Verein dieses Jahr mit zehn Mannschaften am Turnier teil. Aus der Nähe von Ludwigsburg sind 177 Leute vor Ort. Davon 90 Spieler, von den Bambini mit fünf Jahren bis zu den C-Jugendlichen mit 14 Jahren.

Das Fußballstadion verwandelt sich ein Wochenende lang in ein Jugendzeltlager.
Das Fußballstadion verwandelt sich ein Wochenende lang in ein Jugendzeltlager. | Bild: Mardiros Tavit

Eltern kümmern sich um die Kinder, Trainer um sportliche Erfolge

Kremer hat die Betreuung der Kinder und Jugendlichen in seinem Verein auf eine besondere Weise geregelt. „Ein Elternteil muss mit, soll das Kind am Turnier teilnehmen.“ Die Trainer sollen sich auf das Sportliche konzentrieren können, die Aufsichtspflicht müssen die Eltern tragen. Sollten sie nicht mitreisen können, müssen sie einen mitreisenden Elternteil finden, der als Aufsichts- und Ansprechperson für das Kind dient. „Die Eltern wissen darum und regeln das im Vorfeld unter sich.“ Der Verein aus dem Strohgäu bezieht jedes Jahr auf dem höchsten Punkt im Stadion sein Lager.

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Drei Tage lang ist im Stadion ein ständiges Kommen und Gehen. Die Turnierleitung hat einen straffen Spielplan erstellt. „Spieler haben maximal eine halbe Stunde spielfrei. Da kommen die nicht auf dumme Gedanken“, weiß Klaus Bühler. Er betreut, obwohl Jugendleiter des FC Isny, die Jugendmannschaft des FC Wangen, in der sein Sohn mitspielt. Der Spaß am Fußball und die umsichtige Betreuung der Kinder und Jugendlichen über Vereinsgrenzen ist allen Funktionären das wichtigste Anliegen. So ist für Bühler wichtig, dass ein Trainer „eine natürliche Autorität ausstrahlt und dem Nachwuchs ein respektvolles Miteinander vorlebt“. Dann würden die Jungfußballer ihnen auch folgen. Die vielen Eltern, die ihre Kinder begleiteten, erleichterten die Arbeit der Trainer.

Die Mannschaften können sich für ein Frühstück, Mittagessen oder Abendessen anmelden. Am Samstag gingen 350 Abendessen über die Theke. Am Sonntagmorgen kamen 400 Turnierteilnehmer zum Frühstück.
Die Mannschaften können sich für ein Frühstück, Mittagessen oder Abendessen anmelden. Am Samstag gingen 350 Abendessen über die Theke. Am Sonntagmorgen kamen 400 Turnierteilnehmer zum Frühstück. | Bild: Mardiros Tavit

Küchenteam sorgt für drei Mahlzeiten täglich

Die Gastgeber unternehmen sehr viel, damit sich ihre Gäste auf der Anlage wohlfühlen. Die Verpflegung wurde allerorten gelobt. Die Mannschaften können sich zum Frühstück, Mittagessen und Abendessen anmelden. Das Team um Küchenchef Ralf Bühler lässt sich viel einfallen. Es kommen gutbürgerliche Speisen auf den Teller, fern einer Fritteusenküche und zu moderaten Preisen. Am Freitag gab es für 150 Turnierteilnehmer Putengeschnetzeltes mit Spätzle. Am Samstag gingen 350 Portionen Spiralnudeln mit Tomaten- oder Hackfleischsoße über den Tresen.

Ruth Koester (links) und Nicole Dietz betreuen an allen drei Tagen den Süßigkeiten- und Melonenstand.
Ruth Koester (links) und Nicole Dietz betreuen an allen drei Tagen den Süßigkeiten- und Melonenstand. | Bild: Mardiros Tavit

90 gekühlte Melonen gehen über die Theke

Auch mit Süßigkeiten können sich die Nachwuchskicker auf dem Platz versorgen. Doch die frisch aufgeschnittene gekühlte Melone scheint bei den Kindern besser anzukommen. Nicole Dietz und Ruth Koester betreuen den Stand seit Anbeginn des Turniers. Dieses Jahr brachten sie wieder 90 Melonen an die Kinder.

Uwe Koester, Jugendleiter des Rot-Weiß Salem: „Im Südwesten kenne ich kein anderes Turnier solcher Größe. Hier zieht der ganze Verein mit, bis hin zu den Eltern.“
Uwe Koester, Jugendleiter des Rot-Weiß Salem: „Im Südwesten kenne ich kein anderes Turnier solcher Größe. Hier zieht der ganze Verein mit, bis hin zu den Eltern.“ | Bild: Mardiros Tavit

Spaß bis Mitternacht im Schein des Flutlichts

So gestärkt, halten die Jungfußballer bis zum Ende des Spieltags um 21.45 Uhr durch. Die Fluchtlichtanlage bleibt bis 24 Uhr eingeschaltet. „Für viele Kinder ist das ein Superereignis. Wo sonst können sie sich bei Flutlicht austoben und Fußball spielen?“, weiß Koester zu berichten. Die ersten Anmeldungen für das Turnier kommendes Jahr lägen auch schon vor.