Die Grünen im Bodenseekreis sind am Dreikönigstag mit ihrem Neujahrsempfang in 2020 gestartet. Mehr als 150 Gäste kamen ins Haus Generation plus nach Salem, wie es in einer Pressemitteilung der Grünen heißt. Mit dabei waren viele der 305 Mitglieder und kommunalpolitisch Engagierte sowie Anja Reinalter vom Landesvorstand und Sarah Heim von der Grünen Jugend Baden-Württemberg. Neujahrsrednerin war die frühere Europaabgeordnete Maria Heubuch.

Hahn: „Grüne Themen in der Mitte der Gesellschaft angekommen“

Martin Hahn, Landtagsabgeordneter der Grünen für den Bodenseekreis, sieht ein grünes Jahrzehnt anbrechen. Er sagte, die grünen Themen seien in der Mitte der Gesellschaft angekommen. „Der Wind geht in unsere Richtung.“ Mit den neuen Mitgliedern seien auch neue Meinungen in die Partei gekommen. Es sei entscheidend, den Diskurs in der Partei und Gesellschaft zu führen und angesichts der Polarisierung „den Kompromiss als Wesen der Demokratie“ zu suchen. Der Abgeordnete lobte auch den breit angelegten Grundsatzprogramm-Prozess der Grünen, der in diesem Jahr die Beschlussphase erreicht.

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Heim: Jugend mit „frischen Ideen und lauten Stimmen“

Sarah Heim, Mitglied des Landesvorstands der Grünen Jugend, sagte, es gehe ihr um Veränderung. Das Ziel grüner Politik sei für sie, raus aus der „grünen Blase“ zu kommen. Forderungen von der Straße, wie von Fridays for Future oder Ende Gelände, sollten in die Parlamente getragen werden. Sie sprach von frischen Ideen und lauten Stimmen. Die Landesschatzmeisterin der Grünen Jugend erklärte: „Meine Generation spürt den Zeitdruck.“ Zur grünen Zukunft gehört für sie auch eine Wahlrechtsreform im Land.

Heubuch: „Europa ist das Beste, was wir haben“

Mit Maria Heubuch, die in der vergangenen Legislatur Europa-Abgeordnete der Grünen war, war eine starke Stimme für die Landwirtschaft zu hören. Die Leutkircherin spannte einen weiten Bogen über die weltweiten Auswirkungen des Klimawandels und dramatischen Verlusten in der Pflanzen- und Tierwelt bis hin zur sich verschärfenden Weltlage durch internationale Konflikte. Viele Menschen seien nicht zufrieden gewesen, soziale Unruhen prägten das vergangene Jahr. Der Wunsch nach einfachen Lösungen sei spürbar. Nationalstaaten seien mit den großen Herausforderungen überfordert. Maria Heubuch sagte: „Europa ist das Beste, was wir haben.“

Hohe Erwartungen an EU-Kommission

Sie stelle hohe Erwartungen an die neue EU-Kommission. Genauso entscheidend wie der von Ursula von der Leyen versprochene „Green Deal“ sei der neue Finanzrahmen. Hier würden die Pflöcke für Klimaschutz, Entwicklungs- und Agrarpolitik eingeschlagen. In Brüssel entscheide sich, wie es mit Klimaveränderungen, Artenvielfalt und Tierwohl weitergeht. Heubuch forderte „mutige Entscheidungen in Brüssel und mutige Umsetzung in Berlin“. 

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