Mit einem mitreißenden Finalspiel ist der Damenwettbewerb der Salem Open zu Ende gegangen. Stehend applaudierend bedankten sich die Tennisfans bei der Siegerin Isabella Pfennig und ihrer Kontrahentin Steffi Bachhofer für zweieinhalb Stunden Spitzentennis über drei Sätze. Auch Josef Knäple, Sportwart des ausrichtenden Tennisclubs, war hin und weg von der Leistung der beiden Finalistinnen. „Die beiden haben ein Wahnsinnsspiel hingelegt.“

Mehr Preisgeld als bisher

Dieses Jahr hatten die Organisatoren das Damenturnier mit mehr Preisgeld ausgestattet und gegenüber dem Vorjahr eine Kategorie höher eingestuft. Das Preisgeld und die in Aussicht stehenden Punkte für die deutsche Rangliste zogen spielstärkere Spielerinnen an. Allein vier der besten 100 deutschen Spielerinnen folgten dem Ruf nach Salem. Das Kalkül des TC Salem scheint zur Gänze aufgegangen zu sein. Das erhoffte attraktive hochklassige Damenturnier kam zustande.

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Da liegt die Idee nahe, das parallel stattfindende Herrenturnier aufzugeben, und die dadurch frei werdenden Preisgelder für ein höher klassifizierte Damenturnier zu bündeln. Ein höheres Preisgeld und mehr Punkte für die deutsche Rangliste könnten noch mehr spielstärkere Spielerinnen anziehen. Auf die entsprechende SÜDKURIER-Nachfrage wollten Tennisclub-Vorsitzender Lothar Bröski und Sportwart Knäple keinen Kommentar dazu abgeben. Einzig, dass diese Entscheidung nicht von zwei Vorstandsmitgliedern allein getroffen werden könne, war Bröski und Knäple zu entlocken.

Werbung für Tennissport

Ursprünglich wurde das Salem Open ins Leben gerufen, um Werbung für den Tennissport zu machen. „Wir wollten auch auf unseren Verein aufmerksam machen, und unsere Jugendlichen motivieren, beim Tennis zu bleiben“, erzählte Bröski. Doch irgendwie scheine seine Generation in ihrer Jugend anders gewesen zu sein. „Wir wollten als Jungen immer spielen und nicht trainieren.“ Die heutige Jugend dagegen trainiere lieber und möchte das Wochenende zur freien Verfügung haben, so der Vorsitzende scherzhaft.