Die Corona-Krise hat das öffentliche Leben in Salem in den Griff genommen. Auf Anordnung der Landesregierung sind seit gestern alle Schulen und Kindergärten geschlossen. Auch die Gemeindeverwaltung hat eine Reihe von Vorkehrungen getroffen, um der dynamischen Verbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken.

Öffentliche Einrichtungen bleiben geschlossen

Bis zum 19. April bleiben in Salem alle öffentlichen Einrichtungen geschlossen. Dies betrifft alle Dorfgemeinschaftshäuser, alle Sport- und Turnhallen sowie Sportplätze und sonstige Sportanlagen, wie die Tennishalle. Ebenso bleiben die Musikschule und die Gemeindebücherei zu, letztere bis nach ihrem geplanten Umzug in das neue Rathaus. Die Neueröffnung ist am 2. Juni vorgesehen.

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Gemeindeputzete und Altmetallsammlung abgesagt

Abgesagt wurden auch die Gemeindeputzete, die am Samstag stattfinden sollte, sowie die Altmetall-Straßensammlung der Vereine am Samstag, 28. März. Der Bürgermeister bittet auch darum, alle organisierten Zusammenkünfte und Veranstaltungen, die nicht zwingend erforderlich sind, abzusagen beziehungsweise zu verschieben. Dies gilt auch für Gottesdienste.

Bücherei-Leiterin rät zur Onleihe

Büchereileiterin Anja Steppacher gibt für die „lesetrockenen“ Wochen den Tipp, sich per Onleihe mit digitalen Büchern, Hörbüchern, Zeitungen und Zeitschriften einzudecken. Wer seine Ausleihfristen aktuell überschreitet, muss sich keine Sorgen machen: „Es wird in der Schließzeit nicht gemahnt“, heißt es in einer Mitteilung. Falls Nutzer während der Schließzeit Medien zurückgeben möchten, sei der Büchereibriefkasten begrenzt dafür nutzbar. Laut Steppacher verabschiede sich das Bibliotheksteam „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ vom altehrwürdigen Feuchtmayerhaus und seinem rustikalen Charme, freue sich aber auch auf die neue, zentrale Lage, auf mehr Regalfläche und das Lesecafé mit Blick auf den Park.

Rathaus per Telefon oder Internet erreichbar

Auch das Rathaus bleibt vorerst für den Publikumsverkehr grundsätzlich geschlossen. Persönliche Besuche sind nur nach telefonischer Terminvereinbarung unter 0 75 53/82 30 möglich. Auf diese Möglichkeit soll nur in dringenden Fällen zurückgegriffen werden. Sonst wird gebeten, seine Anliegen telefonisch oder per Internet zu erledigen. Bürgermeister Manfred Härle schreibt in einer Pressemitteilung: „Sie tragen so dazu bei, die Gesundheit der Verwaltungsmitarbeiter zu schützen und die Handlungsfähigkeit der Gemeindeverwaltung aufrechtzuerhalten.“

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Gemeinderat beschließt Wichtiges per E-Mail

Am Montagnachmittag sagte Härle auch die Gemeinderatssitzung ab, die am gestrigen Dienstag hätte stattfinden sollen. Jene Tagesordnungspunkte, über die unbedingt entschieden werden muss, werden mit den Gemeinderäten per E-Mail abgestimmt. Das betreffe beispielsweise Arbeitsvergaben, die an Fristen gebunden sind. Auch die für kommenden Dienstag terminierte Sitzung des Gemeinderatsausschusses für Umwelt und Technik fällt aus. Ob der Umzug ins neue Rathaus, der für Mitte April vorgesehen ist, planmäßig erfolgen kann, lässt sich laut Auskunft der Gemeindeverwaltung augenblicklich noch nicht abschätzen. Sabine Stark, Leiterin der Stabsstelle, meinte: „In ein bis zwei Wochen werden wir da klarer sehen.“

Kein Besuch im Alten- und Pflegeheim Wespach möglich

Betroffen von den Vorkehrungen gegen die Corona-Krise ist auch das Alten- und Pflegeheim Wespach. Auch dort ist vorläufig jeglicher Publikumsverkehr ausgeschlossen. Die dortigen Bewohner dürfen vorläufig nicht mehr besucht werden.

Angehörige können per Mail oder Telefon nachfragen

Manfred Härle sagt: „Da gerade ältere und vorerkrankte Menschen zu einer Risikogruppe gehören, bei der eine Infizierung mit dem Coronavirus einen sehr schweren Krankheitsverlauf nimmt, sah ich mich gezwungen, das Alten- und Pflegeheim Wespach vollständig zu schließen.“ Angehörige der Pflegebedürftigen können sich bei Bedarf über deren Befinden bei der Verwaltungs- oder Pflegedienstleistung erkundigen, Telefon 0 75 53/91 85 99, oder per E-Mail an info@wespach.de.

Kirchenwahl nur online oder per Briefwahl

Die Pfarrgemeinderatswahl im Dekanat Linzgau ist ebenfalls betroffen. In einer Mitteilung heißt es: „Wegen der Coronakrise ist eine Präsenzwahl im Wahllokal nicht möglich. Die Stimmabgabe erfolgt online oder durch Briefwahl. Briefwahlunterlagen können noch bis Mittwoch im jeweiligen Pfarrbüro zu den entsprechenden Öffnungszeiten angefordert werden.“ Die Briefwahlunterlagen müssen bis Sonntag, 22. März, 12 Uhr, in den Briefkasten des jeweiligen Pfarrbüros eingeworfen werden.

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