Mit knapp 60 Bürgern war das Interesse an der von Bürgermeister Manfred Härle im Prinz Max einberaumten Bürgerversammlung im Salemer Teilort Neufrach deutlich geringer als vor zwei Jahren. Damals kamen noch 300 Neufracher und die Emotionen kochten hoch, weil der Sportplatz bebaut werden sollte. Solche emotionsgeladenen Themen schienen den Bürgen in diesem Jahr nicht unter den Nägeln zu brennen.

Grünzug nur am Rande erwähnt

Im Wahlkampf zu den Gemeinderatswahlen im Mai wurde noch um die Fortschreibung des Regionalplans öffentlich heiß diskutiert. Ein Grünzug zwischen den Teilorten Buggensegel und Neufrach soll in ein Gewerbegebiet umgewidmet werden. Das viel diskutierte Wahlkampfthema kam am Versammlungsabend kaum vor.

Die Fortschreibung des Regionalplans und damit auch die Erweiterung des Gewerbegebiets Neufrach war bei der Bürgerversammlung kein größeres Thema.
Die Fortschreibung des Regionalplans und damit auch die Erweiterung des Gewerbegebiets Neufrach war bei der Bürgerversammlung kein größeres Thema. | Bild: Gerhard Plessing

Weder Bürgermeister noch Bürger nahmen das Wort „Grünzug„ in den Mund. „Mir wurden in der Diskussion die Zuständigkeiten für den Regionalplan und die kommunale Bauleitplanung zu oft verwechselt“, war vom Bürgermeister das, was dem Thema am nächsten kam.

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Ortsdurchfahrt und Sportplatz stehen im Mittelpunkt

Viel wichtiger für die anwesenden Bürger schien die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt zu sein. In ihren Wortbeiträgen lobten die Neufracher einhellig die Verminderung des Durchfahrttempos durch die Integration der Radwege. Auch der flache Kreisverkehr und der Flüsterasphalt wurden genannt.

Die Bürger lobten die frisch sanierte Ortsdurchfahrt von Neufrach. Gefallen finden dabei die Verminderung des Durchfahrttempos durch die Integration der Radwege sowie der flache Kreisverkehr und der Flüsterasphalt.
Die Bürger lobten die frisch sanierte Ortsdurchfahrt von Neufrach. Gefallen finden dabei die Verminderung des Durchfahrttempos durch die Integration der Radwege sowie der flache Kreisverkehr und der Flüsterasphalt. | Bild: Franz Staab

Die Nachfragen um die Nachnutzung des Neufracher Sportplatzes entwickelte sich zu einem größeren Komplex rund um die Sportanlagen in der Gemeinde. Auf die Frage, wer nun am Zug sei, erwiderte Härle: „Für mich ist es der Rot-Weiß.“

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Der Fußballverein müsse seine Vision darlegen. Auf diese werde aber noch gewartet, weil die Fusion mit dem FC Beuren-Weildorf anstehe. Daher müsse die Fußballanlage in Beuren mit in der Diskussion betrachtet werden.

Nachfragen um die Nachnutzung des Neufracher Sportplatzes führten zu einer größeren Diskussion rund um die Sportanlagen in der Gemeinde. Der Neufracher Sportplatz bleibt den Bürgern als grüne Mitte auch dann erhalten, wenn er nicht mehr für den Fußballbetrieb benötigt wird.
Nachfragen um die Nachnutzung des Neufracher Sportplatzes führten zu einer größeren Diskussion rund um die Sportanlagen in der Gemeinde. Der Neufracher Sportplatz bleibt den Bürgern als grüne Mitte auch dann erhalten, wenn er nicht mehr für den Fußballbetrieb benötigt wird. | Bild: Peter Schober

Ein Kulturforum im alten Rathaus

Mit dem Umzügen des Rathauses und der Gemeindebücherei in die neue Mitte zeichnet sich eine Neuaufstellung der Kunst- und Kulturpolitik in der Gemeinde ab. Nach den Vorstellungen Härles könnte das frei werdende Rathausareal in Neufrach mit dem Prinz Max zusammen zu einer Art Kulturforum umgestaltet werden.

In den Räumlichkeiten der Gemeindebücherei am Feuchtmayer-Haus könnten Ausstellungen stattfinden. Noch stehe aber nichts fest.

Wilhelm Gindele bleibt Ortsreferent

Bürgermeister Manfred Härle (rechts) gratuliert Ortsreferent Wilhelm Gindele zur Wiederwahl.
Bürgermeister Manfred Härle (rechts) gratuliert Ortsreferent Wilhelm Gindele zur Wiederwahl. | Bild: Mardiros Tavit

Thema bei der Bürgerversammlung war auch die Wahl des Neufracher Ortsreferenten. Amtsträger Wilhelm Gindele war der einzige Kandidat. Er wurde mit großer Zustimmung in seinem Amt bestätigt.