Der Salemer Gemeinderat ist in seinen Tiefen erschüttert. In der Debatte um die Neue Mitte werden einander Stimmungsmache und Wahlpropaganda vorgeworfen. Linien und Furchen dürfen ein Gremium an der Spitze einer solch großen Gemeinde wie Salem durchziehen. Allerdings werden derzeit tiefe Gräben zwischen den Ratsmitgliedern und Fraktionen ausgehoben, woran auch Bürgermeister Manfred Härle Anteil hat.

Einerseits sagt er: In einer Demokratie müsse man sich auch darüber im Klaren sein, dass man nicht jeden abholen und mitnehmen könne. Andererseits äußert er sich lobend über den Umgang mit den Bürgermeister-Stellvertretern Ursula Hefler und Peter Frick. Da gebe es kein Misstrauen, keine Missstimmung und keinen Argwohn, nachzulesen in seiner Neujahrsansprache.

Gibt es denn Ratsmitglieder, die ihm argwöhnisch gegenüberstehen, oder sind sie einfach anderer Meinung? Dürfen die Salemer Bürger anderer Meinung sein, wenn es um die Neue Mitte oder das Gewerbegebiet geht? Wichtig wäre nun, einen Punkt zu machen und die Balance im Gemeinderat wiederzufinden.

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