Die Mitglieder äußern erneut ihre Bedenken bezüglich des Schwerpunktes für Industrie und Gewerbe. Sie schreiben: "Diese Wachstumspolitik ist eine Politik des vergangenen Jahrhunderts. Was tun, wenn das Wachstum an Grenzen stößt? Wo sind die zukunftsweisenden politischen Konzepte?"

Wer die regionale Politik verfolge, wisse, dass das wirtschaftliche Wachstum im gesamten Bodenseekreis an seine Grenzen stoße. Die hierfür benötigte Fläche stehe nicht mehr zur freien Verfügung. Das Aktionsbündnis sagt: "Auch in Salem stehen wir, was den Vorrat an Gewebefläche anbelangt, mit dem Rücken an der Wand."

Das könnte Sie auch interessieren

Vor diesem Hintergrund könne auch die Entwicklung der Gewerbefläche in den vergangenen Jahren nicht als flächensparend und vorausschauend angesehen werden. Hier sei, was das Parken, die Mehrgeschossigkeit, Flächenausnutzung et cetera anbelange, "eindeutig Einsparpotenzial verschenkt worden. Unverständlich in unserer Situation", führt das Aktionsbündnis aus.

Die Mitglieder sehen einen Zielkonflikt zwischen "Flächen, die aus unterschiedlichen Gründen einen Schutzstatus besitzen und somit nicht bebaut werden dürften" und der schrittweisen Erweiterung des Gewerbegebiets.

Bündnis: Grünzug für Durchlüftung des Salemer Tals wichtig

"Der regionale Grünzug soll für ein Vorranggebiet für Industrie und Gewerbe fallen. An dieser Stelle liegen wertvolle landwirtschaftliche Böden. Er dient den Orten Buggensegel, Neufrach, Mimmenhausen als Naherholungsgebiet. Er bestimmt maßgeblich das Landschaftsbild", so das Aktionsbündnis.

Aber: "Seinen Schutzstatus hat er in erster Linie aus Aspekten des Klimas bekommen, da er für die Durchlüftung des Salemer Tals von maßgeblicher Bedeutung ist." Die Schutzwürdigkeit des regionalen Grünzugs sei für das Aktionsbündnis ein wesentlicher Bestandteil der geführten Diskussion. In erster Linie wehre man sich jedoch dagegen, Vorranggebiet für Industrie und Gewerbe zu werden.

Befürchtet wird unter anderem, dass mit der Gewerbeflächenneuzuweisung von 28 Hektar auch Gewerbe aus dem Umland aufgenommen werden müsse. "Das zusätzlich entstehende Verkehrsaufkommen durch unsere Dörfer wird gewaltig sein. Zwangsläufig wird der Ruf nach weiterem Straßenausbau mit neuer Landschaftszerstörung folgen", meint das Aktionsbündnis und appelliert, dass die Antwort auf Zukunftsfragen nicht "Weiter wie bisher" lauten könne.

Das könnte Sie auch interessieren