Das Aktionsbündnis Grünzug Salem ist seinem Ziel, die Gemeinde Salem mithilfe eines Einwohnerantrags zu einer Stellungnahme gegen den Regionalplan aufzufordern, ein Stück näher gekommen. In der ersten Augustwoche hat die Gruppe die ersten Unterschriften an Petra Karg und Stephanie Straßer, erste und zweite Bürgermeisterstellvertreterinnen, übergeben. Das bestätigt Straßer auf Nachfrage des SÜDKURIER.

Damit ist der Einwohnerantrag gestellt worden. 200 Unterschriften waren dafür mindestens nötig, die nun überprüft werden. Überrascht, dass die Unterschriften so schnell zusammen gekommen sind, ist das Aktionsbündnis nicht, erklärt Mitglied Margret Böttcher: „Damit haben wir gerechnet.“ Schließlich sei die Liste in verschiedenen Geschäften ausgelegt worden. Um auf die Aktion aufmerksam zu machen, trifft sich das Aktionsbündnis zudem laut Böttcher fast jede Woche, damit weitere Maßnahmen besprochen werden können. Und das scheint sich auszuzahlen. Wie Margret Böttcher erklärt, konnte nicht nur die Mindestanzahl von 200 Unterschriften im Rathaus abgegeben werden. „Es sind bisher deutlich mehr als 200 Unterschriften zusammengekommen“, erklärt sie. Wie viele es genau sind, möchte sie allerdings nicht sagen – aus Sorge, dass keine weiteren Unterschriften hinzukommen, weil die Bürger davon ausgehen könnten, dass mehr als 200 nicht nötig sind. Denn das Aktionsbündnis sammelt fleißig weiter.

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Obwohl auf den bisherigen Unterschriftenlisten um eine Rückgabe an das Aktionsbündnis bis zum 3. September gebeten wird, soll diese Frist jetzt verschoben werden, die Bürger sollen auch danach noch unterschreiben können. Warum aber wurden die Stimmen dann jetzt bereits eingereicht? Wie Margret Böttcher erklärt, hängt das mit der Regelung zusammen, dass spätestens drei Monate nach der Übergabe der Unterschriften eine Anhörung des Aktionsbündnisses auf die Tagesordnung des Gemeinderats gesetzt werden muss. Damit das möglichst schnell geschieht, wurde der Antrag daher gestellt, obwohl noch weitere Unterschriften gesammelt werden, mit denen dem Antrag mehr Nachdruck verliehen werden kann. Ob es bereits einen Termin für die Anhörung gibt, steht bisher nicht fest. Trotz Kontaktversuche vonseiten der Redaktion war Bürgermeister Manfred Härle, der für die Tagesordnungen zuständig ist, für eine Auskunft nicht erreichbar. Kommunen können ihre Stellungnahmen zum Regionalplan bis zum 11. November abgeben.

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