Das im zweijährigen Turnus in der Beurener Pfarrkirche St. Ulrich vom Kirchenchor der Pfarrgemeinde und von der seit 16 Jahren aktiven Bläserformation Quattro Brass aufgeführte Adventskonzert erfuhr in diesem Jahr eine besondere Note.

Hauptsächlich waren Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) zu hören. Viel beachtet und bestaunt wurde die Musik des jungen Musikers Felix Brunnenkant mit seinem Violoncello im Solo und in der Begleitung der Männerstimmen des Chors sowie das zum Adventsbeginn passende Orgelspiel von Hans-Peter Schütz mit der Toccata „Offertorio“ von Giovanni Battista Martini (1706-1784) und der Improvisation zum Marienlied „Ave Maria zart“.

Für den Beurener Orgelspieler Hans-Peter Schütz war das diesjährige Adventskonzert das letzte als Chorleiter des Kirchenchors St. Ulrich Beuren. An der Orgel spielte er eine Toccata und eine Improvisation über das Marienlied „Ave Maria zart“.
Für den Beurener Orgelspieler Hans-Peter Schütz war das diesjährige Adventskonzert das letzte als Chorleiter des Kirchenchors St. Ulrich Beuren. An der Orgel spielte er eine Toccata und eine Improvisation über das Marienlied „Ave Maria zart“. | Bild: Theo Wieland

Schütz verabschiedete sich nach 33 Jahren als Leiter des Kirchenchors St. Ulrich mit diesem Konzert. Der Kirchenraum war voll besetzt. Marcel Pfaff als Chorvorsitzender erinnerte in seiner Begrüßung auch an den nach langer Krankheit verstorbenen Bernhard Conrads. Er war ein Jahrzehnt bis 2013 sein Vorgänger im Amt und darüber hinaus zeitlebens „spiritus rector“ für den Chor. Im Musikliteraturregister des Chores ist mehrfach sein Name aufgrund seiner kompetente Musikkenntnis zu finden.

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Marcel Pfaff entzündete zum Gedenken an Bernhard Conrads gleich zu Beginn des Konzerts eine Kerze am Nebenaltar, der Chor widmete Bernhard Conrads für seine Lebensleistung für den Chor dann auch Mendelssohn Bartholdys vertonten Psalm 91 „Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen“. Für den Verstorbenen beginnt am kommenden Samstag um 14 Uhr in St. Ulrich in Beuren die Trauerfeier mit dem auch vom Kirchenchor gestalteten Requiem und der Beerdigung auf dem Friedhof neben der Kirche.

Intensive Vorbereitung für das Konzert

Der Kirchenchor Beuren, verstärkt durch Gastsänger, hat sich für dieses Konzert in intensiver Vorbereitung vor allem anspruchsvollen Kompositionen Mendelssohn Bartholdys gewidmet: Die Frauen im hell-klaren Stimmbild dem vertonten Psalm 121 im Terzett „Hebe deine Augen auf zu den Bergen, von welchen dir Hilfe kommt. Deine Hilfe kommt vom Herrn“ aus dem Oratorium „Elias“, die Männerstimmen, begleitet von Felix Brunnenkant am Cello, dem „Vespergesang“ nach dem liturgischen Text des Responsoriums und des Hymnus zur Vesperliturgie des 21. Sonntag nach Dreifaltigkeit.

Der junge Cellist Felix Brunnenkant aus Salem-Beuren begleitete nicht nur die Männerstimmen beim Vespergesang, er begeisterte ohne Notenvorlage seine Zuhörer bei Prélude und Sarabande aus der 6. Suite von Johann Sebastian Bach.
Der junge Cellist Felix Brunnenkant aus Salem-Beuren begleitete nicht nur die Männerstimmen beim Vespergesang, er begeisterte ohne Notenvorlage seine Zuhörer bei Prélude und Sarabande aus der 6. Suite von Johann Sebastian Bach. | Bild: Theo Wieland

Zeitbezogen Mendelssohn Bartholdys Kompositionsmelodien „Lasset uns frohlocken“ zum Advent und zu Weihnachten „Frohlocket, ihr Völker.“ Zusammen mit dem Publikum und den vier Quattro-Brass-Bläsern war Händels „Tochter Zion, freue dich“ aus seien Oratorium „Judas Maccabäus“ zu hören.

Großer Beifall für die Konzertakteure

Die ruhige Zeit vor Weihnachten betonte mit seiner Musik das traditionell beim Adventskonzert in Beuren zu hörende Quattro-Brass-Quartett – Fritz Daschner (Trompete), Walter Ruf (Posaune), Michael Sapulovic (Bassposaune) und Markus Ziegler (Trompete/Arrangeur). Darunter von Ottorino Resphigi „Antiche danze ed arie„ und das traditionelle „Sometimes I feel like a motherless Child“. Anhaltender Beifall für alle Konzertakteure zeigte deutlich, wie das Publikum das Konzert aufgenommen hat.